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LEADER - Pressemitteilungen
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Engelwurz und Baldrian erhalten Namensschilder
Naturpark will mehr Besucher anlocken
Müritz Zeitung |
vom : 28.05.2003 |
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Wie Pfefferminze aussieht wird der eine oder andere noch wissen. Aber hei Baldrian oder Engelwurz dürften viele schon scheitern. Damit das nicht passiert. wird der Kräutergarten vorn Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide bald mit neuen Schildern "bepflanzt".
Rund um den "Karower Meiler", dem Informationszentrum des Naturparkes, ist in letzter Zeit viel entstanden: Grill- und Spielplatz. Bauern- und eben der Kräutergarten. Massive Holzbänke werden gerade aufgestellt. und der Bauerngarten erhält neue Pflanzen. „Damit Kinder aus der Stadt sich ansehen können, wie Bohnen. Erbsen oder Kartoffeln wachsen“. erläutert der Chef des Naturparks,
Wolfgang Mewes.
Zum Kräutergarten haben zwei Mädchen im freiwilligen ökologischen Jahr ein Begleitheft entwickelt. Darin findet der Besucher nicht nur den deutschen, lateinischen und englischen Namen von Baldrian und Engelwurz. sondern erfährt auch einiges über Herkunft und Verbreitung der Kräuter sowie die Wirkung ihrer Inhaltsstoffe. Immerhin 52 Pflanzen sind so in dem Heft beschrieben.
"Wir wollen das Umfeld vom Mei1er für Touristen attraktiv gestalten". versichert Mewes. Immerhin fanden im vergangenen Jahr 9000 Besucher den Weg dorthin. Wenn es nach dem Willen nicht nur von Wolfgang Mewes, sondern auch von der Stadt Waren und dem Müritzkreis geht, sollen es in diesem Jahr noch einige mehr sein. Denn man will Waren, Röbel, Malchow und Plau stärker mit dem Naturpark vernetzen.
300 Kilometer Wegenetz
„Der Müritz-Nationalpark hat sehr viele Besucher. wohingegen der Naturpark teilweise recht unbekannt ist“, begründet Mewes das verstärkte Engagement. Dabei seien die vier Naturparke schon in einem gemeinsamen Veranstaltungsheft mit dem Nationalpark vereint, Immerhin umfasst die Nossentiner/Schwinzer Heide
365 Quadratkilometer und verfügt über 300 Kilometer ausgeschildertes Wegenetz. "Zwölf Eingangsbereiche mit entsprechenden Schautafeln sollen den Einstieg erleichtern", wirbt Mewes für den Naturpark.
Doch damit nicht genug, sollen nun auch die Dörfer einbezogen werden. "Das Projekt wird mit Geld aus dem europäischen LEADER-Plus-Fördertopf finanziert", erläuterte der Chef. Das sei ein Programm zur Entwicklung ländlicher Räume. In der ersten Phase entwickelt der Naturpark zusammen mit einer Designfirma Informationstafeln und Hinweisschilder.
"Schließlich sollen die Touristen zu allen sehenswerten Orten wie Kirchen, Gutshäusern, alten Stallungen in den Dörfern geführt werden", erklärt Mewes das Konzept.
Ab 1. Juli beginnt die zweite Phase: während der will der Naturpark für die Dörfer entsprechende Informationspakete über die touristischen Schätze zusammenstellen. "Zwei Arbeitskräfte wollen wir dafür über das LEADER-Programm einstellen", sagt der Chef. Sie werden dann die 17 Mann starke Naturpark-Truppe verstärken.
Lea Mock
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