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LEADER - Pressemitteilungen
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Kreis will auch Reitern ein Eldorado sein
Müritz Zeitung |
vom : 04.08.2004 |
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Leader Plus-Projekt soll Wegenetz schaffen
Von unsrem Redaktionsmitglied Lea Mock
Müritzkreis. Nachdem der Müritzkreis bei der Entwicklung eines umfangreichen Radwegenetzes vorangekommen ist, widmet er sich jetzt den Strecken für Ross und Reiter. Im Rahmen eines Leader Plus-Projektes „EDV-gestützte Weiterentwicklung des touristischen Wegenetzes“ soll ein Informationssystem aufgebaut werden. Ziel ist die räumliche Vernetzung der Reiterhof-Standorte mit ihren lokalen Strecken. So wollen die Organisatoren einen Rundweg um die Oberseen basteln, der zudem mit den Nachbarkreisen verknüpft ist. Wie aus einem Arbeitspapier des Kreises zu entnehmen ist, geht es dabei auch um die Konfliktminimierung zwischen den unterschiedlichen Nutzern dieser Wege. Denn nicht alle Pfade können ausschließlich beritten werden, sondern unterliegen durchaus einer Mehrfachnutzung.
Insellösungen entstanden
Derzeit hat der Kreis folgende Ausgangssituation: Seit Mitte der 90-er Jahre sind zahlreiche kleinere und größere Insellösungen im Wald entstanden, die jedoch nicht miteinander vernetzt sind. Und es gibt keine allgemein zugängliche Dokumentation des touristischen Wegenetzes insgesamt. Bei Abstimmungsrunden werde meist mit handgemalten Karten hantiert, heißt es aus dem Landratsamt.
Des Weiteren ergaben Untersuchungen, dass sich Reiter überwiegend in der näheren Umgebung ihres Hofes beziehungsweise Stallstandortes bewegen. Für sie sei unabhängig von der Attraktivität der jeweiligen Landschaft der Weg das Ziel, heißt es. Bei nur ungefähr 20 Prozent liege die Nachfrage nach längeren Distanzen oder Trekkingreiten. Noch ein wesentliches Problem muss für die Schaffung eines Reitwegenetzes beachtet werden: „Das Kreisgebiet ist von zahlreichen Barrieren durchzogen wie stark befahrene Bundes- und Landesstraßen, Gewässer, Bahnlinien sowie die Autobahn 19“, listet das Papier auf. Dadurch ergeben sich exakt bestimmte Zwangspunkte und Passagen für die Querung.
Drei Planungsschritte
Zur Schaffung eines Reitwegenetzes wird das Kreisgebiet jetzt in Sektoren aufgeteilt, die jeweils von den problematischen Barrieren begrenzt werden. Jeder Sektor umfasst dabei ein Segment des künftigen Rundweges sowie die übrigen lokalen Wege. Dann werden diese Segmente in verschiedenen Workshops mit den lokalen Akteuren abgestimmt. Das zuständige Kreisentwicklungsamt weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auf eine „Planung am grünen Tisch“ weitgehend verzichtet werde, sondern dass man sich auf begründete Vorschläge, Konzepte und auf den Dialog mit den Reitbetriebe stütze.
Mit drei Schritten soll die inhaltliche Seite geschaffen werden. Erstens geht es um die Überprüfung des Bestandes an Reitwegen, zweitens sollen die Abweichungen von Kartendarstellungen und tatsächlicher Beschilderung beziehungsweise Nutzung aufgelistet werden. Und drittens wird der lokale Bedarf außerhalb des Waldes geklärt.
Für die technische Seite will der Landkreis in einem EDV-gestützten Wegeinformationssystem alle touristisch relevanten Strecken – also Rad-, Wander- und Reitwege – detailliert erfassen, dokumentieren und mit weiteren Informationen ergänzen.Am Ende des umfangreichen Projektes sollen amtliche Kartenmaterialen für das gesamte touristische Streckennetz oder eines seiner Teilbereiche den Touristikunternehmen für Marketingzwecke zur Verfügung gestellt werden.
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