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LEADER - Pressemitteilungen
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Schilder weisen bald den rechten Weg zum "weißen Gold"
Müritz-Zeitung |
vom : 22.10.2004 |
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Von unserem Redaktionsmitglied Lea Mock
Fördermittel für Malchower Kreidebezirk bewilligt - Infotafeln und Flyer noch in diesem Jahr fertig - Ausbildungs-Seminare angeboten
Göhren-Lebbin
Auf insgesamt zehn Kilometer Spurensuche nach dem "weißen Gold" rund um Göhren-Lebbin wird sich der Tourist zum Ende des Jahres begeben können. Der Naturerlebnisweg "Malchower Kreidebezirk" hat jetzt noch einmal 17 000 Euro Fördermittel aus dem europäischen LEADER-Plus_Programm bewilligt bekommen, heißt es aus dem Amt Malchoe-Land. Zehn Prozent davon würde die Gemeinde Göhren-Lebbin noch einmal drauf packen. Davon sollen Infoflyer und -tafeln bis zum Ende des Jahres angefertigt werden.
"Zehn Infotafeln werden auf dem Wanderweg aufgestellt", erläuterte Andreas Buddenbohm von der Lagerstätten Geologie GmgH Neubrandenburg, die das Projkt begleitet. Entgegen ürsprünglicher Planungen sei der Weg dahingehend geändert worden, dass ein Teilstück, das näher an den Kölpinsee führen sollte, aus Naturschutzgründen nicht realisiert werde. Dennoch könnten sich Einheimische und Touristen auf zwei Wanderrundwegen auf die Spur der geologischen und wirtschaftlichen Geschichte der Kreide in der Region begeben. Gestartet wird in Göhren-Lebbin. Von dort geht es nach Kirchpoppentin, wo einst eine Kaltbrennerei stand. Auf dem Weg nach Wendhof sei eine alte Abbaugrube sichtbar, erläutere der Geologe. In Absprache mit der Gemeinde könnte in der kommenden Saison dieser Anschluss mit einem frischen Anstich ohne größeren Aufwand noch sichtbar gemacht werden. Von Wnedhof ist auch ein Blick auf Poppentiner Endmoräne gegeben, mit deren eiszeitlicher Formung die Entstehung der Kalkvorkommen verbunden ist. "Auf dem Lehrpfad soll auch das naturhistorische Verständnis für die Landschaft vermittelt werden", sagte der Experte. In der Niederung bei Wendorf wird der Wanderer an einem Großsteingrab im Wald und bei Klein Eschhorst an einen Slawenburgwall vorbeiführt. "Denn hingewiesen und erklärrt werden soll eben auch auf kulturhistorisch bedeutsame Sachen am Wegesrand", meinte BuddenBohm, "und auf menschliche Eingriffe in die Landschaft und ihre Auswirkungen zum Beispiel beim Gewässersystem."
So detailliert wie auf den großen Infotafeln werde der Flyer zwar nicht´sein, doch bietet er Informationen zum Mit-nach-Haus-nehmen. Außerdem sollten die Flyer Touristenneugierig machen und anlocken, meinte Buddenbohm. Denn der beste Schutz gegen Vandalismus für diese aufwändig geschaffenen Lehrpfade werde am Ende die Nutzung sein.
Deshalb hofft der Experte auch auf interessierte Einheimische, die Führungen zum "Malchower Kreidebezirk" anbieten. Der Geopark"Mecklenburgische Eiszeitlandschaft" vermittelt in Seminaren notwendige geologische und naturhistorische Grundlagen.Interessierte können sich melden im Geopark-Büro unter der Telefonnummer 0395 3803507 bei Herrn Strübing. |
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