|
Startschuss für 3.Phase des Infosystems Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide
Jabel (AK/B.Wüstemann). Mit einem kleinen festlichen Akt, verbunden mit der Enthüllung der ersten drei Tafeln in der Ortslage Jabel wurde jetzt das regionale Infosystem im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Projekt der Leader Aktionsgruppen "Mecklenburgische Seenplatte-Müritz" und "Grünes Dreieck Eideland" ging damit in die 3. Phase. "Auch wenn wir zu Projektbeginn nicht ganz von der Wirtschaftlichkeit dieses Systems überzeugt waren, erkennen wir doch heute dessen deutlichen Nutzen. Es ist ein Anreiz, unseren Ort touristisch noch mehr in die Region einzubringen", sagte bei der Enthüllung Jabels Bürgermeister Johannes Güssmer. Schließlich sei der Tourismus inzwischen eines der wichtigsten Standbeine der Region.
Das Informationssystem umfasst ein Projektterritorium von 80 Quadratkilometern und bezieht die Ämter Malchow, Seenlandschaft Waren, Plau sowie Goldberg-Mildenitz ein. Während der ersten Projektphase ein "Corporate design" für das modulare Informationssystem erarbeitet wurde, beschäftigten sich die Mitglieder der beiden Leader+ Gruppen in der zweiten Phase mit dem Sammeln und Sichten von Informationen, Bild- und Kartenmaterialien.
"Wir befinden uns jetzt in der Phase drei, in der die Informationstafeln geduckt und aufgestellt werden", erzählt Jörg Gast, Leiter der Naturparkverwaltung Nossentiner/Schwinzer Heide. Er dankte in seiner Eröffnungsrede den beiden Leader-Gruppen, aber auch allen Ämtern und Bürgermeistern sowie den Orts-Chronisten und Heimatforschern für ihre Unterstützung. Jeder zentrale Ort erhält drei Informationstafeln. Eine, die Informationen zur Naturparkregion Auskunft gibt, eine über die Gemeinde und zur Ortsgeschichte. Damit erfahren die Urlauber und Touristen alles Wissenswerte über Land und Leute, finden Ausflugsziele und bekommen ein Stück Geschichte der Region vermittelt. "Nachdem wir die zentralen Infopunkte abgearbeitet haben, werden noch spezielle Einzelobjekte mit Infotafeln ausgestattet, über 500 Stück werden es dann insgesamt sein", freut sich Jörg Gast. Auch sollen bis zum Abschluss des Projektes noch Faltblätter für die Gemeinden gedruckt werden.
Aber nicht nur die Touristen, sondern auch für die Bewohner der Region dürfen diese Tafeln interessant sein.. Denn so manchen Fakt erfährt man nur, wenn man sich in alten Unterlagen informiert. So wie zum Beispiel die Tatsache, das Jabel im Jahre 1256 erstmals urkundlich erwähnt wird, oder dass der slawische Ortsname übersetzt etwa "Apfelbaumort" lautet. Dies ist auf den Ortstafel zu lesen, auf der Gemeindetafel finden sich Zahlen und Fakten zur Gemeinde selbst. Sie verbinden die Dörfer Damerow, Jabel und Lopin, umfasst ein Territorium von 6669 Hektar, hat 594 Einwohner – was einen Schnitt von 9 Einwohner pro Quadratkilometer ausmacht. 29 Prozent der Fläche sind Wasser, 35 Prozent Wald. Daneben finden sich Angaben zu besonderen Sehenswürdigkeiten. "Dabei haben wir Wert darauf gelegt, auch angrenzende Nachbarorte einzubeziehen, sozusagen den Blick auch über den Tellerrand zu richten", verdeutlichte Jörg Gast das Ziel.
Der Weg ist das Ziel – dies war anschließend das Motto für eine kleine Radrundfahrt um den Loppiner See, an der die Eröffnungsgäste, Amtsmitarbeiter und Bürgermeister aller beteiligten Regionen teilnahmen.
|