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LEADER - Pressemitteilungen
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Viel Schweiß vor dem Geldsegen aus Brüssel
Kreis Mecklenburg-Strelitz prescht voran
Nordkurier |
vom : 21.06.2001 |
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Neustrelitz. Dass vor jeden Geldsegen aus Brüssel“ erhebliche bürokratische Hürden gesetzt sind, hat sich lange herumgesprochen. Nicht-Insider verzweifeln meist am undurchschaubaren Geflecht der Vorschriften. Monika Wiehle im Landratsamt Mecklenburg-Strelitz hat sich durchgekämpft und organisiert eine lokale Aktionsgruppe für das Programm „ Leader+“. Mit der Neustrelitzer Projektleiterin sprach unser Redaktionsmitglied Kerstin Pöller.
Sie routieren, obwohl es für das Programm „Leader+“ bislang weder grünes Licht aus Brüssel noch aus dem Schweriner Landwirtschaftsministerium gibt. Warum haben Sie es so eilig?
Noch diese Woche, so meine Informationen, reisen Schweriner Ministeriumsvertreter zur Europäischen Union nach Brüssel. Sollte es dort das Okay für .‚Leader+“ geben, wird sicher sofort der entsprechende Aufruf erlassen. Liegt dann noch kein Programm im Schreibtisch, hat man ziemlich schlechte Karten. Immerhin geht es ja um eine sechsstellige Summe, die zwischen 2002 und 2006 fließen könnte.
Wer kann die bekommen?
Im Unterschied zum EU-Programm Leader II. das unserem Landkreis zwischen 1994- und 1999 zugute kam, werden jetzt nicht mehr Kreise. sondern kreisübergreifende Regionen gefördert. Die zwölf "Sieger" in Mecklenburg-Vorpommern gehen aus einem zweistufigen Auswahlverfahren hervor. Schon im August könnten die ersten sechs feststehen.
Worum geht es bei dem Programm.
Mit „Leader+“ soll die Entwicklung strukturschwacher ländlicher Gebiete vorangetrieben werden. Es ist kein Arbeitsbeschaffungs- oder lnvestitionsprogramm. Stattdessen können nichtinvestive Maßnahmen bis zu 100 Prozent gefördert werden. Praktisch ist es die Fortsetzung von Leader II.
Was hatte denn der Kreis Mecklenburg-Strelitz damit finanziert?
Geld floss unter anderem in die Tourist- Information Kratzeburg im Müritz-Nationalpark, die Burg Stargard sowie die Begegnungsstätte Jugend Europa in Schwichtenberg. Mit insgesamt 3.8 Millionen Mark wurden zwölf Projekte angeschoben - die Investitionen von über zehn Millionen Mark nach sich zogen.
Wozu würden Sie die neuen Mittel einsetzen?
Das große Thema. für das wir uns entschieden haben, heißt Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum. Es geht um neue Angebote auf dem Land, Tourismus, das Zusammenleben, Lernen, Arbeiten, Wir haben eine lokale Arbeitsgruppe für das Gebiet des Stargarder Landes gebildet, das die Region zwischen Burg Stargard. Neverin, Woldegk und Friedland umfasst. Man könnte beispielsweise auf den Blauton-Vorkommen und der Backsteinmanufaktur aufbauen. Herstellung und Vermarktung ankurbeln. Ein Forschungsauftrag dazu ist schon vergeben.
Sprechen Sie sich mit Projektleitern in anderen Landkreisen ab oder ist der Konkurrenzdruck zu groß?
Na klar reden wir miteinander. Jede Region geht die Sache aber anders an. Mancherorts haben sich zwei oder drei Kreise zusammengeschlossen, in Demmin gibt es allein zwei Arbeitsgruppen...
Mit wem tun Sie sich zusammen, wenn künftig kreisübergreifende Regionen gefordert werden?
Enge Kontakte gibt es mit dem Müritzkreis: Unsere. Ämter Neustrelitz-Land, Wesenberg oder Mirow gehören eben einfach zur Entwicklungsregion Müritz-Nationalpark. Dafür beziehen wir beispielsweise Gehren im Uecker-Randow-Kreis mit ein.
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