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Exkurs in die Geschichte ! Luftfahrttechnisches Museum Rechlin wieder geöffnet mit neuer Ausstellung
Anzeigenkurier

vom : 15.02.2006

Rechlin (AK/Wüstemann). „Winterruhe" hat es trotz Schließung im Luftfahrttechnischen Museum Rechlin in den letzten Monaten nicht gegeben. „Wir haben die Schließzeit genutzt, um unsere Ausstellung zu .bereinigen' und neu zu gestalten", erzählt Willy Standfuß, der hier für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Das wird auch für den „regelmäßigen" Besucher sofort deutlich. Schon im Ausstellungsbereich der Regionalgeschichte des über 680 Jahre zählenden Dorfes Rechlin hat sich einiges getan. Hier findet der Interessierte allerlei Dinge des täglichen Lebens aus diesen Jahrhunderten, interessantes Karten- und Bildmaterial zur Ortsgeschichte unterstützt die gegenständliche Ausstellung. Im Bereich der Exponate aus der Zeit der Luftwaffen-Erprobungsstelle Rechlin ist als neuestes Exponat ein Modell der damaligen KZ - Außenstelle Retzow, gebaut von der IPSE Rechlin, ausgestellt. Rekonstruierte Halle Weit mehr hat sich auf der anderen Seite des Museumsgeländes getan. Hier wurde schon vor einiger Zeit eine neue Halle als Kommunikations- und Informationszentrum ausgebaut. Hier finden verschiedene Veranstaltungen statt, auch die Gemeinde nutzt diese Räumlichkeit (AK berichtete). Eine weitere, bisher schon für Ausstellungen genutzte Halle wurde "bereinigt". „Hier findet sich nun alles, was mit der Geschichte der sowjetischen Streitkräfte, die von 1945 bis 1993 hier stationiert waren; "beschäftigt". So werden die Lebens- und Wohnkultur ebenso beleuchtet wie die Militärgeschichte. Gemälde aus den Kasernen, die den Militärangehörigen seinerzeit die Erinnerung an zuhause wach halten sollten, werden ebenso gezeigt wie Exponate aus Flugzeugen und Hubschraubern. Außerdem beherbergt die Halle auch einen Teil der NVA-Geschichte am Standort Rechlin", erzählt Standfuß. Ganz neu und mehr oder weniger aus einer Ruine wieder hergerichtet ist die letzte Halle, die jetzt aufwendig saniert wurde. Diese ist nun der Entwicklung der damaligen Bootswerft Rechlin gewidmet. Am 18. Juni 1948 wurde sie als SMAD - Betrieb gegründet und hat eine stete Entwicklung genommen. Über 1000 Beschäftigte der Werft bauten zuletzt Rettungs- und Sicherungsboote sowie Grenzboote. Als „streng geheim" galt damals die Entwicklung des „Objekt 131" - eines Torpedoschnellbootes. Heute ist dieses „Objekt" nicht mehr geheim und so haben sich ehemalige Mitarbeiter der Werft daran gemacht, ein funktionstüchtiges Modell des Bootes zu bauen, welches dann sicherlich auch in der Ausstellung zu sehen sein wird. Seit dem 1. Februar ist das Luftfahrttechnische Museum nun wieder geöffnet und lädt zu einem Exkurs in die Geschichte von Rechlin in neugestalteten Ausstellungsräumen.
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