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VON PETRA KONERMANN
SPAROW. Für Birgit Kurth (Wählergemeinschaft), Bürgermeisterin der Gemeinde Nossentiner Hütte, war es eine Premiere: Als sie den ersten Brand des Jahres 2006 im Sparower Teerofen mit einer Fackel entzündete, so markierte dies nicht nur den Beginn der diesjährigen Saison, sondern auch eine neue Qualität in der Zusammenarbeit zwischen Trägerverein und Gemeinde. Oft genug saßen beide in der Vergangenheit nicht im gleichen Boot (Nordkurier berichtete). Das hat sich inzwischen geändert, und das soll auch so bleiben, betonte Dietlind Borm, stellvertretende Vorsitzende des Vereins „De Sparower Teerschwälers" e. V., anlässlich der Feier zum 10. Vereinsgeburtstag. Erfolge und auch Niederlagen, Höhen und Tiefen haben die zehnjährige Vereinsgeschichte geprägt, so Dietlind Borm, die gleichzeitig einen Rückblick auf die Vereinsarbeit gab. 1995 sei die Idee geboren worden, das alte Handwerk des Teerschwelers in Natura aufleben zu lassen. Dabei geht die Idee zurück auf Erkenntnisse, dass es in dem Gebiet Nossentiner Hütte einst mehrere Teerschweleröfen gegeben hat. Angeregt von dem Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide habe man dann gemeinsam mit der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (BQS) das Projekt umgesetzt Fördermittel seien geflossen, und in der Zeit von Mai 1997 bis April 1998 sei dann der Teerofen errichtet worden.
Schon der erste Brand im Juni und Juli 1998 sei ein Erfolg gewesen, so Dietlind Borm. In den folgenden Jahren wurden eine Teichanlage, das Stallgebäude und schließlich die Teerschweler-Begegnungsstätte errichtet - Meilensteine in der Vereinsgeschichte. Inzwischen haben die Produkte, die der Ofen bei mehreren Bränden im Jahr "abwirft", bei den Kennern einen guten Ruf.
„In den ersten Jahren ging es, doch dann kamen schwierige Zeiten", erinnerte die stellvertretende Vereinsvorsitzende: Es wurden immer weniger ABM-Kräfte bewilligt, die vor allem wichtig sind, um die vielen Holzmengen für den Brände im Wald zu gewinnen. Energie- und Wasserkosten seien gestiegen. „Der Erlös aus den Verkäufen ist einfach zu gering, um das aufzufangen", machte Dietlind Borm deutlich. Als „Wende" bezeichnete sie die Mitarbeitet von Birgit Tapper und die inzwischen gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nossentiner Hütte, die dem Verein „mit ihrer finanziellen Unterstützung über die schwierigsten Klippen hinweg geholfen hat", so Dietlind Borm. Der Verein sei auch weiterhin auf Unterstützung der unterschiedlichsten Stellen und auf Sponsoren angewiesen. Denn die Teerschweler haben ein neues Projekt ins Visier genommen: Sie wollen einen neuen Teerofen errichten. „Der alte hat gute Arbeit geleistet, aber irgendwann hat er ausgedient. Der Neubau wird ein echter Kraftakt für uns", meinte Dietlind Borm. Gerade deshalb werde jeder Helfer, jeder Förderer mit offenen Armen empfangen.
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