LEADER - Pressemitteilungen

Stand und Perspektiven Fortsetzung von Seite 1

vom : 22.03.2006

Waren/Müritzkreis (AK/Wüstemann). Dem Thema Unternehmensnachfolge widmeten sich gleich zwei Beiträge. Zum einen informierte ÜAZ - Mitarbeiter Dr. Wolfgang Krause über das Bildungsangebot „Unternehmensnachfolge", welches sich zunehmender Nachfrage erfreut. „Immerhin müssen für einen planmäßigen und reibungslosen Unternehmensübergang - egal ob innerhalb eines Familienbetriebes oder bei Führungswechsel an Außenstehende - zahlreiche Fragen geklärt werden, die einen Zeitaufwand von drei bis fünf Jahren erfordern", verdeutlichte Schröder. Häufig würde die Nachfolgersuche- und Übergabe unterschätzt, weiß der Fachmann. Wie es in der Praxis damit aussieht, darüber informierte Ricardo Reschke die Tagungsteilnehmer, der das Familienunternehmen übernehmen soll und die theoretischen Aussagen nur bestätigen kann. Beim sich anschließenden Exkurs in die Landwirtschaft des Müritzkreises informierte Thomas Diener, Vorsitzender der Milcherzeugergemeinschaft Südmecklenburg, darüber, vor welchen Problemen die Landwirte - insbesondere bei der Milchvermarktung - stehen. Dennoch seien die 320 Landwirtschaftsbetriebe mit ihren 850 Arbeitskräften im Müritzkreis Europa- und weltweit wettbewerbsfähig. Immerhin habe sich die Milchleistung bei zurückgehenden Viehbeständen seit 1990 mehr als verdoppelt. Mit Rainer Fräse stellte sich beim Müritz - lnformationstag auch ein Oscarpreisträger vor. Mit der Fleesensee Spa und Hotel GmbH in Göhren-Lebbin konnte er Ende des vergangenen Jahres den Oskar für den Mittelstand entgegen nehmen. Der Preis wurde unter anderem für besondere unternehmerische Leistungen und zukunftsweisende Aktivitäten vergeben. Als „kulturelle Perle" im Müritzkreis" bezeichnete Dr. Reinhard Witte das Heinrich-Schliemann-Museum in Ankershagen. Er berichtete über die Entwicklung des Museums und jüngste Aktivitäten wie die Einrichtung des Schliemann-Kinderzimmers. Gleichzeitig machte Witte auf ein weiteres Jubiläum aufmerksam. 10 Jahre Trojanisches Pferd. Das möchte der Leiter des Museums umsetzen, um am Standort die alte Scheune als weiteren Mosaikstein für das Museumsensemble wieder errichten zu können. Hier könnten Bibliothek und Archiv eine Heimstatt finden, die zur Zeit noch in einem Einfamilienhaus hinterlegt sind. „Dafür brauche ich allerdings 1,2 Millionen Euro, die ich wohl nicht vom Landkreis bekomme", sagte Witte mit einem Seitenblick auf Landrat Jürgen Seidel. Kunst und Kultur Modisch ging es im Anschluss weiter. Katrin Winkelmann aus Varchentin stellte ihre Kollektion in Wort und Bild vor. Ihre Firma vestidos - was auf argentinisch soviel wie Bekleidung heißt - ist im Landkreis inzwischen keine unbekannte mehr. Auch auf der Grünen Woche Berlin, der MüritzArt oder zu „Kunstoffen" konnten ihre Designerkleider schon bewundert werden. Selbst für den Wiener Opernball hat Katrin Winkelmann schon Kleider genäht. Dass es für Kultur auch in heutigen Zeiten noch Gelder gibt, das zeigte sich bei der Übergabe von Fördermittelbescheiden an die Hörspielkirche Federow und den kreislichen Regiebetrieb „Museen" 'in Höhe von 144 000 beziehungsweise 145315 Euro. Pastor Leif Rother konnte in diesem Zusammenhang darüber berichten, dass die Hörspielkirche Federow zur bundesweiten Initiative „Deutschland -Land der Ideen" gehört. Unter 1200 Bewerbern wurden 365 „Orte und Ideen" ausgewählt, die das Land 2006 als zukunftsfähig und weltoffen zeigen sollen. Die zur Verfügung gestellten Fördermittel und ein aufzubringender Eigenanteil werden jetzt zur Sanierung des Feldsteinmauerwerkes und des Daches der Kirche genutzt. Die Fördermittel für den 'kreislichen Regiebetrieb sollen für den Bau einer Traditionswerkstatt Metall auf dem Freigelände des Agrarhistorischen Museums Alt Schwerin eingesetzt werden.
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