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Agrarhistorisches Museum Alt Schwerin - Schmetterlingshaus vor Baubeginn Konzept wird schrittweise umgesetzt
Anzeigenkurier

vom : 29.03.2006

Alt Schwerin (AK/Wüstemann). Im Rahmen des 5. Müritz - lnformationstages konnte Winfried Siebert, Leiter der kreislichen Kulturbetriebe, einen Fördermittelbescheid für den Bau einer Traditionswerkstatt Metall entgegen nehmen (AK berichtete). „Das Projekt ist Teil unseres Konzeptes zur Umgestaltung der Ausstellungsbereiche im Agrarhistorischen Museum Alt Schwerin informierte jetzt Siebert. Dazu gehörten unter anderem die Übergabe der Alten Schule an den Förderverein des Museums, die Veräußerung von Grundstücken und nicht benötigten Gebäuden ebenso wie die Verlagerung der Metallwerkstatt von Jürgenshof in das Freigelände. „Dafür bauen wir diese neue Traditionswerkstatt in unmittelbarer Nähe des alten Lokschuppens. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 161 000 Euro, 145000 Euro davon werden über das Leader+ Programm vom Landwirtschaftsministerium gefördert", informiert der Leiter. In der Traditionswerkstatt Metall soll den Besuchern ein Einblick in die Restauration alter Maschinen und Geräte gegeben werden. Darüber hinaus wird überlegt, auch interaktive Aktionen möglich zu machen. Das Agrarhistorische Museum startet am 1. April wieder in die Saison, der Bau der Traditionswerkstatt wird dann allerdings noch nicht fertig sein. „Wir müssen erst die Bestätigung des Kreishaushaltes abwarten, in dem der Eigenanteil für dieses Projekt verankert ist. Dann legen wir aber mit dem Bau sofort los", unterstreicht Siebert. Farbenfrohes Flattern Ähnliches hat auch Holger Lange vor, für ihn ist aber der Fertigstellungs-Wunschtermin schon der 1. Juli dieses Jahres. Holger Lange will nämlich am Eingangsbereich des Freigeländes sein Schmetterlingshaus errichten. Die guten Erfahrungen des vergangenen Jahres, als das Schmetterlingshaus als Zeltbau zahlreiche Besucher anlockte, haben ihn zum Bau eines festen Gebäudes ermutigt. Das neue Gebäude besteht aus einer Stahlbauhalle mit 750 Quadratmetern Nutzfläche sowie einem querstehenden Anbau als Eingangs- und Servicebereich. An dessen anderen Seite soll später eine weitere Halle des Agrarhistorischen Museums „angedockt" werden, die dann als Eingangsbereich ins Freigelände und Wirtschaftsgebäude dienen soll. Mehr als ein halbe Million Euro steckt Lange in den Bau des Schmetterlingshauses, dessen teuerste Angelegenheit wohl das Dach aus Polykarbonatplatten darstellt. Es ist eine der Voraussetzungen, um das für die tropischen Falter notwendige Klima und die Vegetation zu sichern. Im Außenbereich ist zudem die Anlage eines Schmetterlingsgartens für einheimische Schmetterlingsarten vorgesehen. „Die notwendigen Genehmigungen sind erteilt und die Finanzierung steht. Nun brauchen wir nur noch eine schnelle Reaktion der E.ON edis bezüglich der Umverlegung der Freileitung und natürlich brauchbares Wetter für den Baustart", hofft Holger Lange, der mit seiner innovativen und langfristig angelegten Investition auch drei Arbeitsplätze schaffen wird.
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