LEADER - Pressemitteilungen

Auch Projekte zum demografischen Wandel
Müritz-Zeitung

vom : 31.03.2007

FUN-KIT Freude an Umwelt und Natur durch Kultur, Innovation und Technik heißt das Regionale Entwicklungskonzept der LEADER-Aktionsgruppe.

VON IRIS DIESSNER

WAREN. Informationen zum Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum in den Jahren 2007 bis 2013 bestimmten die Amtsausschusssitzung des Amtes Seenlandschaft. Dagmar Wilisch vom Koordinationsbüro der LEADER+-Aktionsgruppe Mecklenburgische Seenplatte-Müritz erläuterte Besonderheiten der neuen Förderperiode.

Zum Gebiet der Aktionsgruppe werden die Gemeinden Alt Rehse und Mallin aus dem Müritzkreis hinzukommen. Grundsätzlich sei man für die Aufnahme weiterer Gemeinden offen, unterstrich Dagmar Wilisch. Inhaltlich werde das Regionale Entwicklungskonzept „Die FUN-KTT-Region Müritz" auch in der neuen Förderperiode fortgeschrieben. FUN-KIT stehe für Freude an Umwelt und Natur durch Kultur, Innovation und Technik. Damit bleibe die inhaltliche Ausrichtung auf den Tourismus bestehen. Arbeitsschwerpunkt werden die Qualitätssicherung durch Vernetzung der vorhandenen Potenziale und deren Ergänzung, betonte die Koordinatorin.

Einen neuen Aspekt bei der Arbeit der Aktionsgruppe hob Dagmar Wilisch besonders hervor. „Wir werden uns in Zukunft noch stärker mit den Auswirkungen der Abwanderung und dem demografischen Wandel befassen müssen." Sie fasste noch einmal die Schwerpunkte zusammen: Diversifizierung zu nicht landwirtschaftlichen Tätigkeiten, Unterstützung der Gründung von Kleinstunternehmen, Dienstleistungseinrichtungen zur Grundversorgung für die ländliche Wirtschaft und Bevölkerung, Maß- nahmen der Dorferneuerung und -entwicklung, Erhaltung und Verbesserung des kulturellen Erbes so- wie Maßnahmen zur Steigerung der touristischen Attraktivität des ländlichen Raums.

Als Beispiele für begonnene LEADER+ Projekte nannte sie das touristische Leitsystem „Info Direkt", die Gestaltung des Havelquellgebietes als Ausgangspunkt des Havelradwanderweges durch vier Bundesländer und die Fortführung des thematischen Wanderweges rund um den Torgelower See.

Danach erläuterte Dagmar Wilisch für die Mitglieder des Amtsausschusses an einigen Rechenbeispielen die verschiedenen Fördermöglichkeiten. So beträgt für Gemeinden und Gemeindeverbände die Standardförderung bis 31. Dezember 2009 maximal 65 Prozent (ab 2010 dann maximal 45 Prozent), nach LEADER jedoch maximal 90 Prozent der förderfähigen Bruttoaufwendungen ohne Mehrwertsteuer. Auch zum Zeitplan für die Projektvorschläge nannte die Koordinatorin Zahlen. Bis zum 1. April sollten die Projektvorschläge eingegangen sein. Am 4. Mai gibt es eine Stärken- und Schwächenanalyse, nach der die Strategien festgelegt werden. Die Prioritätenliste der Projekte werde am 25. Mai diskutiert. Am 22. Juni erfolge die Endredaktion des Regionalen Entwicklungskonzeptes und am 30. Juni werde es schließlich beim LEADER Landeswettbewerb eingereicht.

Dagmar Wilisch empfahl den anwesenden Bürgermeistern Projekte, die für die Entwicklung der Infrastruktur in den Gemeinden nötig sind, unbedingt noch in dieser Förderperiode in Angriff zu nehmen. In der nächsten sei Mecklenburg-Vorpommern schon nicht mehr Zielgebiet 1. Amtsvorsteher Ulrich Hohls bekräftigte dies und wies daraufhin, dass die Regionalmanager helfen werden, die geeigneten Fördertöpfe für die Projekte der Gemeinden
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