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Zauberschule zur Eröffnung eingeladen
Müritz-Zeitung

vom : 15.08.2007

BURGFEST Penzlin wird bald eine weitere Attraktion. Der neue Spielplatz widmet sich wie das Burgmuseum der Hexenthematik. Eingeweiht wird er am Freitag.

VON ULRIKE SCHUBEL

PENZLIN. Marco Zieske ist vom Hexen-Spielplatz vor den Toren der Alten Burg in Penzlin begeistert. „Das haben die ganz schick gemacht", sagt der Warener zu seinem Sohn. Der dreijährige Connor weiß allerdings nicht, ob er dem ungewöhnlichen Areal überhaupt trauen darf. Ein bisschen mulmig ist ihm schon, weil an allen Ecken und Enden Hexen- und Teufelfiguren hervorschauen. Zur Einweihung des Geländes allerdings könnten sie nicht kommen, erzählt derweil sein Vater. Die Warener, die die Urgroßmutter in Penzlin besuchen, sind am Wochenende in Berlin.

Die Riesenparty, mit der die Fertigstellung des ungewöhnlichen Spielplatzes gefeiert werden soll, wird am Freitag, 17. August, um 14.30 Uhr steigen, verrät Verwaltungsmitarbeiterin Dagmar Kase-litz. „Sie ist gleichzeitig Auftakt für das 16. Burgfest. Schließlich heißt es ja in diesem Jahr .Kinder erobern die Burg", erklärt sie. Deshalb wurde mit dem Aufbau der neuen touristischen Attraktion, die zur Thematik des Museums passt, auch erst kurz vor dem Burgfest begonnen. Die dreitägige Riesenfete startet gegen 14 Uhr. Freikarten gebe es für Gäste im historischen Gewand, verkleidet beispielsweise als Hexen, Teufel oder Zauberer.

Der Spielplatz selbst wird mit Programmen des Frauenchores, des Hexenklubs und der Hexe Klex gefeiert. Letztere eröffnet im Burggarten eine Zauberschule, in der es ein Hexenlabor gibt und die die Herstellung eines Hexenbesens lehrt. Gegen 16 Uhr beginnt ein kleines Puppenspiel. Der erste Burgfest-Abend klingt ab 17.30 Uhr mit der 8. Penzliner Bandnacht aus. Da mischen die jüngste Schülerband des Landes, „On air", „Manda", „Famous In Rome“, „Sanddorn", „state of emergency" und „MET" mit. Bandmitglieder von „MET" sind überdies bei der Feuershow „Drachenblut" dabei. Ab 21 Uhr wird ein Lagerfeuer im Burggarten entzündet.

Extra fürs Burgfest gebe es diesmal kein weiteres Kinderprogramm, erklärt Dagmar Kaselitz weiter. Denn das Augenmerk solle natürlich auf den neuen Spielplatz gerichtet sein. Sämtliche Geräte sind aus Holz von der Firma spielart aus Laucha gefertigt und werden von der hammer Werksvertretung aus Kloster Lehnin aufgestellt. Es gibt eine Hexenküche, eine Seilbahn, ein Hexenhäuschen, eine Katzen-Schaukel, eine Kletterkombination oder auch ein Teufels-Karussell. 30 000 Euro schlagen für den Spielplatz zu Buche. Ein solches Freizeit-Angebot „war das, was uns bisher gefehlt hat", so die Verwaltungsangestellte. Ein Tipp zur finanziellen Unterstützung half. Gefördert wurde das Projekt aus „Strukturfondmitteln der Europäischen Union im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative Leader +", wie das Baustellenschild informiert. Hilfreich waren auch die Jost-Reinhold-Stiftung und das Landwirtschaftsministerium des Landes. Gelder des kreislichen Jugendamtes und Spenden zum Burgfest unterstützen die Finanzierung des Spielplatzfestes.
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