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MÜRITZ-WIRTSCHAFT aktuell Nr. 5 |
01.05.2005, Waren
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Sehr geehrte Damen und Herren,
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Da hat doch kürzlich das Nachrichtenmagazin „Focus“ eine Wertung der deutschen Kommunen vorgenommen. Über die Auswahlkriterien lässt sich sicherlich streiten. Wichtig ist etwas anderes: Der Landkreis Müritz landete danach auf Platz 357 von insgesamt 439 Plätzen. Also ein Platz im hinteren Bereich und damit ein niederschmetterndes Ergebnis!? Mitnichten! Bedenkt man, dass wir immerhin unsere Nachbarn Neubrandenburg, Demmin, Mecklenburg-Strelitz mehr oder weniger weit hinter uns lassen, dass selbst Potsdam, Wernigerode, Rostock, Stralsund und Greifswald noch hinter uns liegen, so erscheint die Platzierung schon in einem deutlich helleren Licht. Von einigen solcher „Leuchttürme“ können wir auch diesmal wieder berichten.
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Das künftig größte Containerschiff der Welt benötigt natürlich die größte Schiffsschraube der Welt. Und die wird -natürlich– ab Mitte des Jahres durch die MitarbeiterInnen der Warener Mecklenburger Metallguss GmbH gegossen. Immerhin bringt dieser Schiffspropeller sage und schreibe 130 Tonnen „auf die Waage“ bei einem Durchmesser von 9,5 Metern.
Damit nicht genug, hat die MMG als erster Propellerhersteller der Welt in diesem Jahr den Entwurf für einen Propeller für eine Leistung von unvorstellbaren 127000 PS abgeschlossen und getestet. Wie der Geschäftsführer Manfred Urban dazu erklärte, sei damit eine Schallmauer durchbrochen worden, die bis dato von vielen Experten für unüberwindlich galt.
Die stets erneut zu erkämpfende Spitzenstellung des Warener Betriebes kommt auch darin zum Ausdruck, dass die zweigrößte Werft der Welt die MMG für ihre hervorragende Qualität, Termintreue und den guten Service unter hunderten Lieferanten mit einer Silbermedaille ausgezeichnet hat.
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Quelle: Müritz-Zeitung vom 20. Mai 2005 |
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Während das Baugewerbe insgesamt sich weiter auf Talfahrt befindet, trifft dieser negative Trend so auf den Müritzkreis nicht zu. Im Konjunkturbericht des Landesamtes für Statistik MV für das Jahr 2004 ist zu lesen, dass im Baugewerbe 2004 immerhin 1860 Bauarbeiter = 14% gegenüber 2003 ihre Beschäftigung verloren. Das heißt, dass Ende des letzten Jahres noch 11595 Handwerker und andere Beschäftigte ein Auskommen in der Branche fanden. Während im Jahre 2003 noch 322 Betriebe einen Umsatz von 1,38 Milliarden Euro erwirtschafteten, sanken diese Zahlen in MV 2004 auf 286 Betriebe mit einem Umsatz von 1,25 Milliarden Euro . Daran gemessen kann das Baugewerbe im Müritzkreis eine vorsichtig erfreulichere Bilanz ziehen. Erwirtschafteten 2003 17 Betriebe einen Umsatz von 59,91 Mio. Euro, so erreichten 2004 19 Betriebe einen Umsatz von 60,86 Mio. Euro. Das ist immerhin ein Umsatzplus von 1,6 %. Damit gehört der Müritzkreis zu den sechs Kreisen und kreisfreien Städten von 18,die trotz aller Probleme ein Plus verzeichnen konnten. |
Quelle: Müritz-Zeitung vom 24. Mai 2005 |
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Wirtschaftsminister Otto Ebnet ließ es sich nicht nehmen, persönlich die frisch fertiggestellte Röbler Promenade einzuweihen. Sicher wollte er sich auch von der guten Anlage der insgesamt 2,1 Mill. Euro überzeugen, steuerte das Land doch immerhin zu dieser Summe 1,4 Mill. Euro = 80% hinzu. Damit wurden der eigentliche Promenadenweg neu gestaltet wie auch die Kaimauer saniert, eine Steganlage errichtet, die Freianlagen neu gestaltet, ein Spielplatz gebaut sowie behindertengerechte Zugänge zum Tourismusgebiet geschaffen. Selbst an das Aufstellen von Kunstwerken, die das gesamte Areal aufwerten, wurde gedacht. Alles in allem, darin waren sich alle mit dem Minister einig, eine gelungene Aufwertung des Tourismusstandortes Röbel/Müritz.
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Quelle: Müritz-Zeitung vom 24. Mai 2005 |
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In Rosenow (Landkreis Demmin) ist rechtzeitig zum 01. Juni durch die Mitgliedskreise der OVVD eine auf technologischem Höchststand stehende mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage in Betrieb gegangen. Damit landen statt bisheriger 200000 Tonnen Müll nur noch 50000 Tonnen Restmüll pro Jahr auf der Deponie. Auch dieser hat mit herkömmlichem Restmüll nichts mehr gemein, da es sich um das biologisch tote Endprodukt eines mechanisch- biologischen Verfahrens handelt, bei dem zunächst der gesamte angelieferte Hausmüll zerschreddert wird und die Kunststoffe, Eisen, Nichteisenteile etc. aussortiert werden. Wertstoffe werden der Wiederverwendung zugeführt, Kunststoffe und andere Materialien in Kraftwerken verbrannt und nur der Rest wird in die Intensivrotte geschickt, wo mittels Zuführung von Wasser und Luft eine fünfwöchige weitere Minimierung abläuft. Über die sogenannte Nachrotte gelangt der schädigungsfreie Rest auf die Deponie. Nachfolgende Generationen werden uns diese Investition von 25 Millionen Euro danken. |
Quelle: Müritz-Zeitung vom 25. Mai 2005 |
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Das Ergebnis der vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der „ Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ erarbeiteten Studie „Vision D2“ kommt zusammengefasst für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft bis zum Jahre 2024 zu folgendem Ergebnis: Bei konsequenter Wirtschaftsreformpolitik könnte das Bruttoinlandsprodukt (BI) pro Kopf um jahresdurchschnittlich bis zu 2,6% wachsen und die Arbeitslosigkeit auf 3,5% sinken, was sich mittel- bis langfristig in deutlichen Einkommenssteigerungen niederschlagen würde.
Dazu wurde durch die Wissenschaftler in verschieden angelegten Szenarien durchgerechnet, wie sich die deutsche Wirtschaft bis 2024 entwickelt, wenn unterschiedliche Reformwege eingeschlagen würden. Grundlage sind sogenannte Wachstumstreiber, die das Wachstum einer beliebigen Volkswirtschaft signifikant beeinflussen. Das sind im Einzelnen: Investitionen der Unternehmen und des Staates, die Entwicklung des Humankapitals (Bildung und Fähigkeiten der Menschen), die Abgabenquote, die Staatsverschuldung und die Arbeitslosenquote.
Mit Hilfe dieser Wachstumstreiber und der ihnen unterstellten Veränderungsraten wurden sechs unterschiedliche Szenarien errechnet:
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WACHSTUMSSZENARIEN FÜR DEUTSCHLAND
ENTWICKLUNG DER PRO-KOPF-EINKOMMEN * (IN
PROZENT) |
Szenario 1
Stagnation |
Szenario 2
Gestoppter
Abwärts
Trend |
Szenario 3
Deutsche
Angebots-
politik |
Szenario 4
Blick ins
Ausland
USA |
Szenario 5
Blick ins
Ausland
Schweden |
Szenario 6
Blick ins
Ausland
UK** |
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2005-2009/
2000-2004 |
0,7 |
1,5 |
1,9 |
2,0 |
2,1 |
2,1 |
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2010-2014/
2005-2009 |
0,6 |
1,9 |
2,5 |
2,8 |
2,7 |
2,9 |
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2015-2019/
2010-2014 |
0,2 |
1,8 |
2,7 |
3,0 |
2,8 |
3,0 |
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2020-2024/
2015-2019 |
-0,2 |
1,7 |
2,3 |
2,5 |
2,4 |
2,5 |
Gesamt
2020-2024/
2000-2004 |
0,3 |
1,7 |
2,4 |
2,6 |
2,5 |
2,6 |
*Jahresdurchschnittliche
Veränderungen des realen BIP je Einwohner
**Vereinigtes Königreich; Eigene Berechnungen,
Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft, Köln
„Stagnation“ von der Annahme aus, dass sich die Wachstumstreiber weiterhin in den nächsten 20 Jahren so verschlechtern wie im Vergleichszeitraum seit Beginn der neunziger Jahre. Konsequenz daraus: das Pro- Kopf- Einkommen würde kaum zunehmen, die sozialen Sicherungssysteme gerieten vollends aus den Fugen, die Verschuldung stiege auf das Doppelte. Würde hingegen mit einer konsequenten Angebotspolitik (Senkung der Staatsquote, Deregulierung des Arbeitsmarktes, niedrige Steuersätze) das Niveau der Wachstumstreiber aus den achtziger Jahren erreicht (Szenario 3), so wären deutliche Einkommenszuwächse die Folge. Beim Blick ins Ausland wurden drei Länder gewählt, die in der Vergangenheit umfangreiche Wirtschaftsreformen vorgenommen haben.
Folgt man den Berechnungen des Szenario 3“Deutsche Angebotspolitik“, würde sich verteilt auf die gesamte Bevölkerung und unter Berücksichtigung der als notwendig erachteten Mehrausgaben für Altersvorsorge, Gesundheit und Bildung sowie des Abbaus von Subventionen das verfügbare Einkommen je Haushalt im Jahr 2024 bis zu 17500 Euro höher als im Stagnationsszenario liegen.( Wenn nur der Konjunktiv nicht wäre!).
Wenn es sich bei der Studie auch „nur“ um ein Berechnungsmodell handelt, so macht der Vergleich mehr als deutlich: Deutschland wird ohne einschneidende Reformen durch die Politik keinen Fortschritt erreichen. Ein „Abarbeiten“ eines Szenario kann es allerdings auch nicht allein geben.
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Quelle: Schul/Bank 04/2005 |
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weitere Informationen Die gesamten Ergebnisse der Studie sind im Internet unter www.vision-d.de abrufbar. |
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Was bisher streng abgeschirmt hinter verschlossenen Türen in punkto Fleischerei ablief, soll nunmehr in einer „gläsernen Fleischerei“ für interessierte Besucher sichtbar und natürlich auch schmeckbar gemacht werden. Der Standort ist mit Bedacht gewählt worden: Gleich gegenüber der bekannten Scheune in Bollewick bei Röbel/Müritz. Wie der Projektleiter, Jan Böttcher, erläuterte, geht es vor allem darum, die Direktvermarktung und das Interesse an heimischen Produkten anzukurbeln. Dabei wollen mehrere Ökobauern der Region Mecklenburgische Seenplatte innerhalb einer Erzeugergemeinschaft ca. 500 Tonnen Fleisch und Wurst pro Jahr verarbeiten. Pro Woche können bis zu 12 Rinder und 90 Schweine geschlachtet werden. Durch große Fensterflächen könne der Besucher diese Vorgänge beobachten und sich auf Tafeln dazu informieren. Der Projektleiter hofft, dass bis zum Jahresende die „gläserne Fleischerei“ steht und sechs bis acht Mitarbeitern eine Beschäftigung gibt.
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Quelle: Nordkurier, Juni 2005 |
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Eine weitere Erfolgsgeschichte der Wirtschaft im Müritzkreis stellt die Entwicklung der Müritz- Zink Metallveredelung GmbH im Gewerbegebiet Waren-Ost dar. Als der Betrieb am 16. August 1997 durch den Geschäftsführer Silvio Gralak gegründet wurde, nahmen sechs Mitarbeiter ihre Tätigkeit auf, die 1998 einen Jahresumsatz von 690000 DM erzielten. Heute erreicht der Dienstleister für die Industrie und für Privatkunden mit 45 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 2,3 Mill. Euro! Dabei ist die Kundschaft der Müritz-Zink GmbH weltweit vertreten: So z.B. Lampenmasten für Dubai, Teile einer Laboreinrichtung für China, Bauteile für ein Segelschulschiff in Brasilien etc. etc.
Als eine tragende Säule des Erfolges nennt Herr Gralak, dass von Anfang an und unbeirrbar auf Qualität gesetzt wurde. |
Quelle: Müritz-Zeitung vom 07. Juni 2005 |
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Dass in Rechlin am südlichen Zipfel der Müritz international geschätzte Rettungsboote gebaut wurden und werden, dürfte allgemein bekannt sein. Nun aber gab es eine Weltpremiere. Die Lehmar GmbH hat nach fast neunmonatiger Entwicklungszeit ein neuartiges Rettungs- und Einsatzboot auf den Markt gebracht. Statt wie bisher die Rettungsluke am Bug oder am Heck eines Rettungsbootes zu installieren, wird diese nunmehr seitlich am Bootsrumpf angebracht. „ Der Vorteil ist, dass die zu Bergenden jetzt im geschützten Wasser von der Mannschaft aufgenommen werden können“, erklärte der Geschäftsführer der Lehmar GmbH, Torsten Heinrichs. Bisher, so der Geschäftsführer, liegen bereits Anfragen von 10 Feuerwehren aus Deutschland vor, Interesse wurde auch schon aus Österreich und Griechenland signalisiert. |
Quelle: Nordkurier vom 07.Juni 2005-06-22 |
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Die KfW Akademie hat auch für das zweite Halbjahr 2005 für Kooperationspartner und Multiplikatoren interessante Themen in den Bereichen Mittelstand, Existenzgründung und Umweltschutz vorbereitet sowie darüber hinaus auch für den Bereich Wohnungswirtschaft. Ein Schwerpunkt der 1-Tages-Veranstaltungen ist mit Bezug zum jeweiligen Thema eine Information über neuere Entwicklungen und über Einsatzmöglichkeiten von KfW-Finanzierungen.
Frühzeitiges Anmelden sichert die Teilnahme, da das Platzangebot begrenzt ist.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen ab September, zu den Tagesprogrammen und den Referenten finden Sie unter www.kfw-beraterforum.de oder direkt bei der
KfW Akademie, Charlottenstraße 33/33a, 10117 Berlin
Telefax : (030) 20264 5192
Telefon : (030) 20264 5864
akademie@kfw.de
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