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MÜRITZ-WIRTSCHAFT AKTUELL NR. 7 |
23.11.2005, Wirtschaftsförderung Müritz
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Sehr geehrte Damen und Herren,
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Alle reden vom Öl. Genauer gesagt vom Rohöl aus der Erde und den Preisen. In der Tat ist inzwischen wohl allen mehr oder minder Betroffenen klar geworden, dass die hohen und höchsten Rohölpreise nicht nur den Kraftfahrer an der Tankstelle ärgern, sondern dass hier fundamentale wirtschaftliche Interessen der gesamten Volkswirtschaft berührt werden, die so oder so auf fast alle Lebensbereiche ausstrahlen. Selbstverständlich lässt es auch den Bürger des Müritzkreises nicht kalt, wenn die Heiz- und Stromkosten überproportional steigen. Gleiches trifft aber auch zu, wenn er direkt oder indirekt die höheren Transportkosten, die höheren Kosten in der Fischerei- oder der Landwirtschaft zu spüren bekommt, um nur einige Beispiele zu nennen. Deshalb wenden auch wir uns mit einem Thema diesem globalen Problem zu.
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Der Preisanstieg für Rohöl hält unvermindert an und stellt damit eine wachsende Belastung für die europäischen Volkswirtschaften , aber auch für die Weltwirtschaft insgesamt dar. Ausschlaggebend dafür ist ungeachtet geopolitischer Risiken, Instabilitäten im Nahen und Mittleren Osten und Wetterunbilden weniger ein Engpass auf der Angebotsseite als viel-
mehr die ständig steigende Nachfrage der Industriestaaten und vor allem Chinas nach dem immer knapper werdenden Rohstoff. Die Marke von 60 Dollar (zeitweise auch schon bis zu 70 Dollar) je Barrel (159 Liter) ist längst als feste Größe ausgemacht und wird in absehbarer Zeit wohl auch kaum unterschritten werden. Größter Ölverbraucher ist mit deutlichem Abstand die USA, während China den stärksten Zuwachs zu verzeichnen hat. Deutschland gehört zwar zu den Vielverbrauchern, hat aber immerhin auf das Jahr 2003 bezogen kräftig gespart (siehe Übersicht).
Fakt ist: Der steigende Ölpreis mindert die Kaufkraft der Konsumenten und erhöht die Kosten für die Unternehmen. Modellrechnungen kamen zu dem Ergebnis, dass ein dauerhafter Anstieg des Ölpreises um 10% innerhalb von drei Jahren das deutsche Bruttosozialprodukt um bis zu 0,5% senke. Andererseits weisen einige Ökonomen darauf hin, dass Exportländer wie Deutschland von den höheren Öleinnahmen der Erdölstaaten profitieren, da diese die Gewinne für hochwertige Produkte ausgeben. Insofern belaste ein Ölpreisanstieg die deutsche Konjunktur weniger, als es eigentlich den Anschein hat.
Fakt ist aber auch, dass der Energieverbrauch in den nächsten Jahrzehnten und damit die Nachfrage nach Erdöl weltweit steigen wird. Da aber zugleich auch das Angebot noch für geraume Zeit zunehmen wird, ist ungewiss, in welchen Höhen sich der Ölpreis zukünftig bewegen wird.
ÖLVERBRAUCH
DIE STAATEN MIT DEM GRÖSSTEN ÖLVERBRAUCH VERÄNDERUNGEN GEGENÜBER IM JAHR 2004
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IN MILLIONEN
TONNEN 2003 |
IN
PROZENT |
| USA |
927,3
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2,1 mehr |
| Japan |
308,6
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14,3 mehr (!) |
| China |
250,5
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-1,2 weniger |
| Russland |
131,8
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3,6 mehr |
| Deutschland |
123,2
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-3,1 weniger |
| Indien |
115,3
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5,1 mehr |
| Brasilien |
101,7
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4,5 mehr |
| Kanada |
100,1
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3,1 mehr |
| Südkorea |
99,1
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-1,2 weniger
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| Frankreich |
95,2
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-0,9 weniger |
Quelle: EXXON Mobil GmbH, Institut der deutschen
Wirtschaft, Köln
Quelle: Schul / Bank 09/2005
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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gibt speziell für Existenzgründer ein Newsletter heraus, der zahlreiche Hinweise und Hilfen für den Start eines Unternehmens bereit hält. Dabei geht es um vielfältige Themen wie Möglichkeiten der KfW-Bank, Gesetze und Verordnungen, Erfahrungsaustausche u. v. a Neben Existenzgründern sind die Beiträge auch interessant für Unternehmensnachfolger, Kommunen, Migranten, Berater und Dozenten.
www.bmwa.bund.de
Newsletter: www.existenzgründer.de
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Obwohl die gestiegenen Energiekosten nach wie vor als Konjunkturbremse wirken, geht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) gemeinsam mit dem gewerkschaftsnahen Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) für das nächste Jahr von einer weiteren Konjunkturbelebung aus. Grundlage ist allerdings nach wie vor der Export. Aber auch die Binnennachfrage könne sich vor allem durch Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen beleben, so dass ein vorsichtiger Optimismus signalisiert wird. Die Konjunktur, so der DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben, habe die ölpreisbedingte Schwächephase überwunden, für eine spürbare Beschäftigungsverbesserung reiche die Belebung allerdings nicht aus Andererseits komme der Abbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung langsam zum Ende.
Für Mecklenburg-Vorpommern dürfte das wohl nur punktuell zutreffen. Insgesamt verharrt die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns im 1. Halbjahr 2005 im Minus .Das Bruttoinlandsprodukt blieb preisbereinigt im Vergleichszeitraum zu 2004 um 0,1 Prozent zurück. Damit, so das Landesamt für Statistik, liegt MV zwar im Durchschnitt der neuen Bundesländer, hinkt jedoch dem Bundesdurchschnitt um 0,6 Prozent hinterher.
Andererseits erreichte MV mit 9,2Prozent nach Sachsen-Anhalt (9,7) das
zweithöchste Industriewachstum. Bundesweit betrug dieses +3,2 % und in den Neuen Ländern 6,2%. Die Freude darüber relativiert sich allerdings, wenn man bedenkt, dass dieser Erfolg hauptsächlich der Konjunktur im Schiffbau zu verdanken ist. Auf der Positiv-Seite befinden sich weiterhin Handel, Gastgewerbe, Verkehr und Unternehmensdienstleistungen. Eine überdurchschnittlich negative Entwicklung mussten dagegen die Bereiche Bauwirtschaft, öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung konstatieren.
www.statistik-mv.de
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Wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilt, sind seit dem 1. Oktober einige neue Regelungen für Langzeitarbeitslose in Kraft. Danach dürfen diese, wenn ihr ALG-2- Bewilligungsabschnitt ab dem 1.Oktober beginnt, mehr Geld als bisher zusätzlich verdienen.
Dies resultiert aus der neuen Bestimmung, dass nunmehr die Freibeträge nach dem Bruttoeinkommen berechnet werden Für jeden Hinzuverdienst gilt ein Grundfreibetrag von 100 Euro pro Monat Hinzu können noch weitere Freibeträge kommen. Bis zu einem Bruttoeinkommen von 800Euro beträgt der zusätzliche Freibetrag 20 Prozent des 100Euro übersteigenden Einkommens.
Über 800 Euro bleiben 10 Prozent anrechnungsfrei. Die Obergrenze für Freibeträge liegt für Kinderlose bei 1200 Euro und für Hilfebedürftige mit Kindern bei 1500 Euro brutto.
Neu ist auch, dass bei der Ermittlung der Grundsicherung für Arbeitssuchende nicht mehr die Eigenheimzulage als Einkommen angerechnet wird. Gleiches trifft auch zu für das Kindergeld volljähriger Kinder, wenn diese im gleichen Haushalt leben.
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Diese Frage muss man/frau mit einem eindeutigen : Ja beantworten, zumindest in Mecklenburg-Vorpommern. Hier steigt nämlich das Durchschnittsalter der Frauen, wie das Statistische Landesamt unlängst feststellte. Während das Alter der Frauen im Bundesdurchschnitt 43,4 Jahre beträgt, ist es in MV 44,1. Tendenz: steigend ( 1990: 35,8, 1995: 38,3 Jahre). Zum Vergleich: bei den Männern betrug dieser Wert 1990 im Durchschnitt 33,6 Jahre, 2004 bereits 40,9. 1990 war MV bundesweit noch das Land mit der jüngsten Bevölkerung!
Hauptursachen für diesen negativen Trend sind in der Abwanderung gerade junger Frauen zu sehen und in dem starken Geburtendefizit. Diese sind wiederum hauptsächlich auf die desolate Wirtschaft zurückzuführen. Waren – aus welchen Gründen immer- 1989 von 100 Frauen 86 erwerbstätig, so sank diese Zahl im Jahre 2004 auf 55.Aussicht: mies.
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Nun hat doch der November dem Landkreis Müritz, genauer gesagt der Stadt Waren(Müritz) doch noch ein deutliches Zeichen des Aufschwungs beschert, nämlich erneut einen wohlerkämpften und damit wohlverdienten Weltrekord im Dauersingen. Mit nahezu 55 Stunden ist der Warener Hartmut Timm neuer Rekordhalter und wird sich damit wohl im Guinness-Buch der Rekorde verewigen. Dazu natürlich auch unseren Glückwunsch!
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Ab 06.10.2005 gelten neue Konditionen für Neuzusagen in den Förderprogrammen der KfW-Mittelsstands- und Förderbank.
Die Förderprogramme betreffen Bereich wie:
- Kreditfinanzierung für Gründer und Mittelstand
- Nachrangkapital für Gründer und Mittelstand
- Finanzierung von Umweltinvestitionen
- Finanzierung von wohnwirtschaftlichen Investitionen
- Finanzierung von kommunalen Infrastrukturvorhaben
Fragen zum Bereich Infrastruktur werden telefonisch beantwortet von montags bis
freitags jeweils von 07:30 bis 18:30 Uhr unter der
Service-Nr. 01801/33 55 77 bzw. per
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weitere Informationen Die aktuellen Konditionen sind unter der Fax-Nr. 069/7431-4214 abrufbar. |
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