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Müritz-Wirtschaft aktuell Nr. 1 |
03.02.2006, Wirtschaftsförderung Müritz
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Sehr geehrte Damen und Herren,
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Das Jahr 2006 ist noch jung an Tagen. Doch schon deuten sich einige bemerkenswerte Änderungen zum Vorjahr an. Erstmalig haben wir eine Bundeskanzlerin in Deutschland- und sie punktet in den ersten Monaten ihrer Amtszeit bei Freund und Gegner .Mit ihr wird eine große Koalition politisch richtig aktiv und erfreut sich einer überwiegenden Sachlichkeit. Prompt reagiert die Wirtschaft, indem sie für 2006 und folgende Jahre klares Licht am Horizont sichtet. Anders als ein schönredender sogenannter Wirtschaftsminister, der in allen Abschwüngen einen nachhaltigen Aufschwung sah.
Diesmal wird der Wirtschaftsoptimismus nicht von der Regierung geschönt, sondern von namhaften Wirtschaftsinstituten getragen. Unzweifelhaft ist die tragende Säule nach wie vor die deutsche Exportwirtschaft. Offensichtlich sind dem ausländischen Käufer die Deutschen Produktionskosten nicht zu hoch, wenn er auf Qualität setzt.
Einig sind sich alle, dass der Erfolg der Exportwirtschaft allein nicht ausreicht, um die deutsche Wirtschaft auf Dauer wieder in lichte Höhen zu bringen. Die Binnenkonjunktur hinkt nach wie vor und wird Sorgenkind Nr. 1 bleiben. Die Probleme Arbeitsmarkt und Binnennachfrage sind durch Politik und Wirtschaft unmittelbar und deutlich bemerkbar durch Handeln anzugehen. Dann klappt`s auch mit dem Optimismus. Der Anfang ist gemacht, mehr aber auch nicht. Bei allen politischen und persönlichen Erfolgen, die Frau Merkel bei ihren sicher wichtigen und richtigen Auslandsauftritten erfährt, die eigentliche Bewährungsprobe steht ihr und der ganzen Koalition noch bevor. Wichtig ist es, jetzt die Lösung des Problems Nr. 1 mit durchdachten und nachhaltigen Maßnahmen anzugehen, auch gegen den Widerstand der unterschiedlichsten Lobbyisten. Erste Schritte sind getan, der große Wurf diesbezüglich lässt noch auf sich warten.
Trotzdem gibt der Anfang des Jahres 2006 durchaus Anlass zum Optimismus. Das sollten wir dementsprechend auch deutlich werden lassen.
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Das Statistische Bundesamt gab bekannt, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahre 2005 um real 0,9 Prozent zulegte. Unter Beachtung der geringeren Anzahl der Arbeitstage ergibt sich damit der gleiche Zuwachs wie 2004. Obwohl im internationalen Vergleich der Zuwachs als schwach zu bezeichnen ist, wird für 2006 eine Stabilisierung des Zuwachses erwartet. Dabei hat der Exportüberschuss 2005 mit 0,7 Prozent den absoluten Löwenanteil zum BIP-Wachstum von 0,9 Prozent beigetragen. So stiegen die Exporte um 6,2 Prozent, die Importe um 5,0 Prozent. Der private Konsum stagnierte im Vorjahr allerdings mit 0,0 Prozent. Das hält die deutsche Wirtschaft aber nicht davon ab, optimistischer als bisher in die unmittelbare Zukunft zu blicken. War der Geschäftsklimaindex, vom Münchener Ifo- Institut ermittelt, noch im Mai 2005 auf seinem Tiefstwert von ca. 92, so stieg er ab dann kontinuierlich auf 102 im Januar 2006. Das alles veranlasste die Bundesregierung, ihre Wachstumsprognose von 1,2 auf 1,4 Prozent anzuheben.
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Dass man auch ohne Fusion erfolgreich sein kann, beweist wiederum die Müritz-Sparkasse in Waren. Die Vorstandsvorsitzende, Frau Gisela Richter, konnte auch für das Jahr 2005 eine positive Bilanz ziehen. Und das, obwohl die allgemeine wirtschaftliche Situation auch im Müritzkreis alles andere als rosig war. Immerhin betrug die Bilanzsumme für 2005 stolze 546,7 Millionen Euro. Das sind 10,9 Millionen € bzw. 2% mehr als 2004. Dabei erweist sich die Müritz-Sparkasse nach wie vor als verlässlicher Partner des Mittelstandes.
Hier wurden Kredite in Höhe von 13,1Millionen € ausgereicht Für Privatkunden betrug die Kreditsumme 11Millionen €. Für den Wohnungsbau stellte die Sparkasse bis zum 31.12. 2005 Mittel in Höhe von 145,2Millionen € zur Verfügung. Interessant wird hierbei die Auswirkung des Wegfalls der Eigenheimzulage sein.
Für die Sparkasse ebenso erfreulich ist es auch, dass die Kundeneinlagen um 7,2 auf 439,1Millionen € stiegen – für die Binnenkonjunktur weit weniger. Sparbriefe, Sicht-, Tages- und Termingelder nehmen bei 2-3 jähriger Laufzeit an Bedeutung zu.
Gleichermaßen können sich der Landkreis Müritz als Träger und zahlreiche Vereine und Organisationen über den Erfolg freuen. Insgesamt konnten 380000 € zur Unterstützung sportlicher, kultureller oder sozialer Projekte zur Verfügung gestellt werden.
Mit dieser Bilanz belegt die Müritz-Sparkasse erneut einen vorderen Platz innerhalb des Ostdeutschen Sparkassenverbandes und beweist eindrucksvoll, dass man nicht zu Mammutgebilden mutieren muss, um erfolgreich zu sein. |
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Der Begriff Mittelstand ist im landläufigen Sinne in Ost und West sicher unterschiedlich besetzt. Tatsache ist in jedem Fall, dass der Mittelstand zu Recht als das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bezeichnet werden muss. Im Allgemeinen zählen zum Mittelstand Unternehmen, die weniger als 500 Mitarbeiter beschäftigen und/oder maximal 50 Millionen Euro Umsatz im Jahr erwirtschaften. Rund 83% dieser Unternehmen in Deutschland sind Personenunternehmen, wobei auch bei den meisten GmbH Geschäftsführung und Eigentum in einer Hand liegen. Immerhin knapp 80% aller bei Unternehmen angestellten Arbeitnehmer sind bei mittelständischen Unternehmen beschäftigt. Obwohl in den letzten 5 Jahren knapp 1 Million sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze bei ca. 25000 Unternehmenspleiten verloren gingen, konnten zwischen 1996 und 2000 die mittelständischen Unternehmen noch ein Beschäftigungsplus von 3% verbuchen.
Damit erübrigt sich insbesondere auch für Mecklenburg-Vorpommern die Frage, wo in der Wirtschaftsförderung anzusetzen ist. Interessanterweise ist nach einer Untersuchung des Instituts für Mittelstansforschung die Befreiung von bürokratischen Fesseln für kleine und mittlere Betriebe eine der Hauptbedingungen für bessere Zeiten. Immerhin mussten diese Betriebe Bürokratiekosten in Höhe von knapp 39 Milliarden Euro allein im vergangenen Jahr verkraften.
In Deutschland hatten in der Größenordnung 1 bis 9 Mitarbeiter 1.659.806 Betriebe 4.821.330 Beschäftigte; 10 bis 499 Mitarbeiter hatten 390.936 Betriebe mit 16.033.715 Beschäftigte. Demgegenüber stehen in der Kategorie 500 und mehr Mitarbeiter lediglich 4.715 Betriebe mit 5.668.937 Beschäftigten.
Auch diese Zahlen untermauern die Frage an die Politik, ob der Mittelstand entsprechend seiner Bedeutung die angemessene Förderung auf allen Ebenen erfährt. |
Quelle: Schul / Bank 11/2005 |
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Am 7. März kann das sowohl land- als auch seeseitig unübersehbare Müritz- Hotel in Klink auf ein 15jähriges erfolgreiches Bestehen als GmbH zurück und vorwärts blicken. In diesem Zeitraum konnten immerhin zwei Millionen Übernachtungen gezählt werden.
Als wesentliche Ursachen für den nicht selbstverständlichen Erfolg wird auf die kontinuierliche Sanierung der Gebäude seit Mitte der 90er Jahre verwiesen. Aber auch das breite Angebot an Freizeitmöglichkeiten und das Eingehen auf die Bedürfnisse der Gäste, besonders auch Familien, tragen zum Erfolg bei. Besonders beliebt ist das Hotel bei Gästen
aus dem Ruhrgebiet, aus Berlin und aus Hamburg.
Besonders pflegt die Leitung des Hauses auch Kooperationen mit Partnern aus der Region.
Das sind vor allem der Müritz-Nationalpark mit dem Erlebnis Natur, die Weiße Flotte mit der Fahrgastschifffahrt, die örtlichen Vereine sowie die Fremdenverkehrsverbände, um nur einige zu benennen.
Der Vollständigkeit halber soll nicht unerwähnt bleiben, dass das Hotel das Zertifikat des ADFC als fahrradfreundlicher, vom Deutschen Wanderverband als wanderfreundlicher Betrieb sowie 2005 den 1.Platz im Innovationswettbewerb und den „Bus-Oskar“ erhalten hat. |
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Ab 1. Februar können sich auch Gründungswillige mit einer freiwilligen Arbeitslosenversicherung für den Fall ihres Scheiterns und der späteren Arbeitslosigkeit absichern Das war bisher nicht der Fall. Die freiwillige Weiterversicherung ist vor allem für potentielle Existenzgründer und bereits seit längerem Selbständige gedacht. Für Gründer gibt es eine Antragsfrist von 1 Monat nach Geschäftsaufnahme. Für die andere Gruppe ist eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2006 vorgesehen.
Nähere Auskünfte erhält man durch die Arbeitsagenturen. |
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Dieser Weltrekord ist allerdings ein handfester und tonnenschwerer: der zur Zeit weltgrößte Schiffspropeller wurde durch die Mecklenburger Metallguss GmbH in Waren(Müritz) gegossen. Immerhin bringt der goldglänzende Koloss 135 Tonnen auf die Waage bei einem Durchmesser von 9,60 Metern. Besonders stolz ist die Geschäftsführung dabei auch auf die Meisterung der Technologie, hielt man doch selbst in Fachkreisen das Gießen von solch en Kolossen für nicht möglich. Damit bleibt die MMG weltweit der Marktführer in der Branche. |
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