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Müritz-Wirtschaft aktuell 5/06 |
24.11.2006, Wirtschaftsförderung Müritz
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Sehr geehrte Damen und Herren,
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Die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland verzeichnet gegenwärtig einen ungeahnten Aufschwung. Das trifft glücklicherweise auf Mecklenburg-Vorpommern und nicht zuletzt auch auf den Müritzkreis zu. Die Folgen sind in einer optimistischeren Grundstimmung der Unternehmen, einer sinkenden aber immer noch hohen Arbeitslosigkeit und zum Teil vollen Auftragsbüchern zu sehen. Der Wermutstropfen bleibt allerdings nach wie vor. Der Aufschwung wird vom boomenden Export bestimmt, weniger oder gar nicht von lang erwarteten Weichenstellungen der Bundespolitik. Diese ist zumindest in dieser Hinsicht den Sinn einer großen Koalition schuldig geblieben. Hoffentlich macht es die große Koalition in Mecklenburg-Vorpommern ihnen vor.
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Der Müritzkreis ist ohne Zweifel um eine Attraktion reicher. Auch wenn das Bärengehege in Stuer am südwestlichen Zipfel des Kreises in erster Linie dem Tier- und Naturschutz dient, so wird das Beobachten dieser mächtigen Tiere in fast freier Wildbahn sicher viele Interessierte anlocken. Insofern ein gelungenes Beispiel, wie man gleichzeitig etwas für den Tierschutz und die Region im Sinne eines attraktiven Tourismusangebotes über die kurze Hauptsaison tun kann. Anliegen des Initiators des 1,8 Millionen-Projektes, der Tierschutzstiftung „ Vier Pfoten“ aus Hamburg ist es, Bären, die nicht artgerecht gehalten werden, ein naturnahes Leben zu ermöglichen.
Vorreiter der „Bärenbande“ ist „Lothar“, der zur Eröffnung des Bärenwaldes das Arreal von insgesamt 7,8 Hektar in Besitz nahm. Offensichtlich gab es keine Beanstandungen, denn 10 Tage später lässt er seine Schwester nachkommen.
Der Bärenwald ist übrigens täglich geöffnet.
Weitere Informationen unter www.baerenwald-mueritz.de
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Entgegen landläufiger und gezielt lancierter Meinung haben sich die Arbeitskosten in Deutschland zwischen 2000 und 2004 sehr moderat entwickelt. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen sie insgesamt um 2,7 Prozent. Vergleichsweise legten sie im gleichen Zeitraum in Frankreich um 2,9, in Belgien um 3,9 und in den Niederlanden sogar um 4,7 Prozent zu. Allerdings befinden sich die Arbeitskosten in Deutschland nach wie vor auf einem hohen Niveau. Der größte Posten ist immer noch der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung. Setzt man jedoch die Lohnkosten in Beziehung zu der insgesamt hohen Produktivität, so schneidet Deutschland in Europa hervorragend ab. Das heißt, solange pro Stunde mehr Werteinheiten erzeugt werden, können auch höhere Löhne gezahlt werden. Ein wichtiger Grund für die hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland liegt nicht in den hohen Arbeitskosten allein, sondern auch in einer mangelnden Produktivität.
Lohnzusatzkosten im produzierenden Gewerbe und in marktbestimmenden
Dienstleistungen (Cent je Euro) :
33,3 Gesamt
2,8 sonstige Nebenkosten (einschl. Verdienste der Auszubildenden)
1,7 Kosten des Personalabbaus
2,8 Lohnfortzahlung im Krankheitsfall/Mutterschutz
5,9 Kosten der betrieblichen Altersvorsorge
20,1 Arbeitgeberpflichtbeiträge zur Sozialversicherung
Quelle: Statistisches Bundesamt
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Dass der Tourismus insbesondere für Mecklenburg-Vorpommern eine herausragende
Rolle spielt, bedarf keiner Erläuterung. Interessant ist , dass die
Reiseverkehrsbilanz der letzten Jahre immer noch eine deutliche Diskrepanz
ausweist, die wir Deutschen selbst zu vertreten haben. Wir fahren lieber ins
Ausland und geben dort wesentlich mehr Geld aus, als Ausländer bei uns. Obwohl
Deutschland als Reiseland zunehmend an Attraktivität im Ausland gewinnt und die
Ausgaben ausländischer Reisender von 2003 bis 2005 um 15 Prozent stiegen, ist
der Anteil Deutscher im Ausland mehr als doppelt so hoch. Trotz der gestiegenen
Zahl ausländischer Gäste und eine Zunahme inländischer Besucher lag die
Auslastung der Gästebetten 2005 bei knapp 37 Prozent. Bei Ferienwohnungen und
Gasthäusern beträgt diese Zahl sogar nur 27 bzw. 23 Prozent, während Hotels eine
Nutzung von 38% und Kurkliniken eine von immerhin 72% verzeichneten. Insgesamt
wurden 2005 344 Millionen Übernachtungen gebucht. Beliebtestes Reiseziel war
nach wie vor Bayern, deutliche Zuwächse verzeichneten vor allem Berlin und
Hamburg.
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Ausgaben ausländischer Reisender in Deutschland |
Ausgaben deutscher Reisender im Ausland |
Saldo |
| 2000 |
20,2 |
57,4 |
-37,2 |
| 2001 |
20,2 |
58,0 |
-37,8 |
| 2002 |
20,4 |
55,5 |
-35,2 |
| 2003 |
20,4 |
57,2 |
-36,8 |
| 2004 |
22,2 |
57,1 |
-34,8 |
| 2005 |
23,5 |
58,4 |
-35,0 |
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Auch in diesem Jahr organisierte das Müritz-Hotel Klink für Reiseveranstalter und Busunternehmen ein touristisches Wochenende für Interessierte u.a. aus Bayern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Sachsen. Vor allem ging es den Veranstaltern um die Darstellung der Vorzüge und der weiteren touristischen Entwicklung der Müritz-Region. Diese Initiative des Müritz-Hotels ist in dem Bestreben, dass Mecklenburg-Vorpommern Reiseland Nr. 1 werden will (muss), um so begrüßenswerter, da wir uns als Mecklenburgische Seenplatte der Konkurrenz der Ostseeküste stellen müssen. Da ist ein solches Treffen der touristischen Anbieter die richtige Plattform, um die Sehenswürdigkeiten und die zahlreichen Wohlfühl- Angebote für unsere Gäste eindrucksvoll und nachhaltig zu präsentieren |
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Nach Mitteilung des Statistischen Amtes MV sank die Zahl der Gewerbeanmeldungen in den ersten drei Monaten des Jahres 2006 um 6,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Absolut sind das 4282. Dagegen steht eine Zunahme der Abmeldungen um 4,2% auf 3867. Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes gibt es jedoch deutliche Unterschiede. In der Land-und Forstwirtschaft, im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz und Gebrauchsgütern ging es bergab, beim verarbeitenden Gewerbe dagegen um 18,9% bergauf. Die Industrie beteiligt sich daran mit nur 4,1%, 21,4% steuert das Grundstücks-und Wohnungswesen bei, mit 23,8% ist der Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz und Gebrauchsgütern vertreten. Der Hauptanteil der Gewerbeanmeldungen, nämlich 83,1%, waren Einzelunternehmen. Von den 4282 Gewerbeanmeldungen sind immerhin 3647 Neugründungen.
An Unternehmensinsolvenzen mussten 176 registriert werden, das sind jedoch 29,3% weniger als noch 2005. Dagegen stieg die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 56,3% auf 561 registrierte Fälle.
Weitere Infos: www.statistik-mv.de
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Mecklenburg-Vorpommern rüstet auf! Seit Kurzem gibt es ein eigenes Internetportal, das das bisherige Verzeichnis von Internetadressen zu den verschiedenen Themenbereichen ablöst. Unter der Internetadresse www.mecklenburg-vorpommern.de werden in deutscher, englischer und polnischer Sprache Informationen u. a. zu Themenbereichen wie Urlaub und Freizeit, Wirtschaft und Investition sowie Bildung und Forschung gegeben. Außerdem können Rubriken wie Familie und Gesundheit, Wohnen und Bauen sowie Arbeitswelt und Ausbildung angeklickt werden. Insgesamt können nunmehr 4500 Texte abgerufen werden. |
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Die Industrie- und Handelskammer zu Neubrandenburg hat jetzt eine Broschüre herausgebracht, mit der die oftmals komplizierte Suche nach einem geeigneten Nachfolger für den eigenen Betrieb erleichtert werden soll. In Zusammenarbeit mit der Universität Greifswald , einer Bank und der Hochschule Neubrandenburg hat die IHK dafür einen entsprechenden „Wegweiser“ erstellt. Immerhin wird bis 2011 in mehr als 3000 Firmen ein Wechsel in der Betriebsführung anstehen müssen, und nicht immer kann die Familientradition fortgesetzt werden.
Weitere Infos: www.neubrandenburg.ihk.de
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Die bisherige „Regelung“ der Frostperiode auf dem Bau war unbefriedigend. Statt der oft üblichen „Winterentlassung“ kann der Bauunternehmer nunmehr die Neuregelung des Saison- Kurzarbeitergeldes in Anwendung bringen. Dieses können Bauleute vom 1.Dezember bis zum 31.März bekommen, wenn aus wirtschaftlichen und/oder Witterungsgründen nicht auf dem Bau gearbeitet werden kann. Das sind 67% des entgangenen Nettolohnes. Überstunden aus der „Sommerzeit“ könnten verrechnet werden. Dann gibt es ein „Zuschuss-Wintergeld“in Höhe von 2,50 Euro je eingebrachte Stunde. Oder der Unternehmer kann für diese Zeit das „Mehraufwands-Wintergeld“ nutzen. Das bedeutet einen Zusatz zum Lohn von 1Euro für jede Arbeitsstunde in der Zeit zwischen dem 15. Dezember und Ende Februar.
Weitere Infos: www.arbeitsagentur.de .
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Was sich in Zahlen nüchtern ausdrücken lässt, hat sowohl für den privaten als auch für das öffentliche Leben gravierende Auswirkungen: der Trend der Überalterung in MV hält nach wie vor steil an, eine Lösung nicht in Sicht, die Politik lauthals gefragt, eine Antwort bis dato nicht zu hören.
Immerhin waren wir zur Zeit der Wende das Land mit der jüngsten Bevölkerung aller Bundesländer (35,8 Jahre). Heute liegt MV mit 43,3 Jahren an 11. Stelle!
Auch der Landkreis Müritz macht da keine Ausnahme. Der Landkreis (gesamt) hat seit der Wende 8,7Prozent seiner Einwohner verloren. Das sind nach neueren Erhebungen noch 67495 Einwohner.
Hauptursache ist die Arbeitslosigkeit und damit verbunden die Abwanderung gerade junger Leute, mit oder ohne Jungfamilie. Kinder werden jedenfalls in der Regel dort geboren, wo es Arbeit und Auskommen gibt. So ist es nicht verwunderlich, dass Baden-Würtemberg den ersten Platz in der Altersstruktur einnimmt. Wenn es Politik und Wirtschaft in den nächsten Jahren nicht gelingt, ausreichende und attraktive Arbeitsplätze anzubieten, wird MV unweigerlich die dünnbesiedelte Seniorenresidenz der Bundesrepublik werden.
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Leider ist die Liga der deutschen Urlaubsorte tatsächlich wenig bekannt, wie selbst der Bürgermeister der führenden Stadt Waren(Müritz) feststellen musste. Es geht auch nicht um den Sport, wenngleich auch um Punkte und Platzierung. Punktrichter sind die Urlauber selbst. Wichtig zu wissen für alle Einheimischen! Immerhin lässt die Müritzstadt solche Orte wie das Ostseebad Binz und Börgerende-Rethwisch hinter sich. Allerdings muss man ständig in der Urlaubergunst „am Ball“ bleiben, um in der Landesliga ganz oben mitspielen zu können. Vielleicht gelingt es dann im nächsten Jahr, in der Bundesliga ein Wörtchen mitzureden. Das Potential ist jedenfalls vorhanden.
Mehr Informationen unter: @ www.dlddu.de.
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Zur Vergabe des Großen Preises des Mittelstandes sucht die Oskar-Patzelt-Stiftung bundesweit mittelständische Unternehmen, die in folgenden Kriterien Hervorragendes leisten:
1. Gesamtentwicklung des Unternehmens
2. Schaffung/Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen
3. Innovation und Modernisierung
4. Service und Kundennähe/Marketing
5. Engagement in der Region
Die Unterlagen sind bis spätestens 31.Januar 2007 einzusenden an:
Oskar-Patzelt-Stiftung, Melscher Str. 01, 04299 Leipzig.
Die komplette Ausschreibung mit Reglement ist unter www.oppt.de zu finden.
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