NEWSLETTER 01/07
06.06.2007, wfm
Sehr geehrte Damen und Herren,
nach einer kleinen Unterbrechung werden wir ab sofort die Reihe unserer Newsletter fortsetzen. Gern möchten wir Sie auch in Zukunft wieder mit aktuellen Informationen zu Entwicklungen im Müritzkreis, der Region und auch darüber hinaus versorgen. Dies natürlich vornehmlich zu Themen aus Wirtschaft und Tourismus aber auch mit sonst interessanten Neuigkeiten.
Am 50. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge wurde durch Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin die Informationstour „Europa wird 50“ gestartet, die mehr als 50 Städte in der Bundesrepublik besucht hat bzw. besuchen wird. Soweit die Gelegenheit zur Diskussion mit EU-, Bundes- und Landespolitikern und Fachleuten während der Stopps in unserem Lande nicht genutzt werden konnte, besteht die Möglichkeit dazu am 28. und 29. Juni. Dann macht die Tour noch einmal in Berlin, diesmal auf dem Pariser Platz, halt.
Wie bereits in der letzten Ausgabe erwähnt, schreitet der Aufwärtstrend der deutschen Wirtschaft fort. So berichtet z.B. der Dienstleistungsreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) von 450.000 neuen Jobs in der Dienstleistungsbranche und einem „großen Satz nach vorne“ im Frühjahr 2007. „Die Geschäftslage ist so gut wie seit 15 Jahren nicht mehr“ wird DIHK – Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben im Unternehmermagazin Creditreform zitiert. Auch der Werbemarkt verzeichnet deutlich Zuwächse. Der Brutto-Werbemarkt in den klassischen Medien ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres mit einem Volumen von 4,8 Milliarden Euro um 6,6 % gewachsen.
Nach einer Beschreibung der aktuellen wirtschaftlichen Situation im Lande definiert das „Regionale Förderprogramm 2007“ des Landes die Entwicklungsziele im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe (GA) „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Im Abschnitt „Entwicklungsziele/ - aktionen und Finanzmittel“ finden sich Aussagen zur Förderung der gewerblichen Wirtschaft (einschl. Tourismus), der Ausrichtung der Förderung und der Förderintensität genau so wie zum Aufbau und der Entwicklung des Mittelstandes wie arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen. Weiter geht das Programm auf ergänzende Fördermöglichkeiten für nichtinvestive Unternehmesaktivitäten zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft von KMU ein, beschreibt Fördermöglichkeiten von Investition durch Kleinstunternehmen im Ländlichen Raum und gibt Auskunft über das Zwischenfinanzierungsprogramm im Rahmen der GA „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Thematisiert sind ebenfalls die Bereiche Verkehrsinfrastruktur, Wissenschaft, Forschung und Hochschulen, Gesundheitswirtschaft, Wohnungs- und Städtebau, Landwirtschaft und Umwelt sowie Standortkoversion und Europäische Strukturfonds.
weitere Informationen
www.wm-mv-regierung.de/doku/Regionales
Die 1.000. Teilnehmerin an einem Existenzgründerseminar, die die wfm Müritz GmbH in Zusammenarbeit mit der Agentur für Existenzgründung und Selbstständigkeit, AFEUS, durchführt, konnte am 22. Mai 2007 in den Räumen des Existenzgründerzentrums begrüßt werden. Im Rahmen der Seminarveranstaltungen, die jeweils drei Tage dauern, werden die Teilnehmer mit dem nötigen Know-how für die wichtigsten Bereiche ihres Unternehmens ausgestattet. Die Seminare gibt es seit mehr als fünf Jahren in Waren. Bisher fanden 81 Veranstaltungen mit insgesamt 1.006 Teilnehmern statt. Teilnehmer waren 550 Männer und 456 Frauen. Nach eigenen Angaben der Befragten wollen 19 % im Handwerk, 12,4 % im Einzelhandel und 11,2 % in freien Berufen tätig werden. Der größte Teil mit 37,1 % gibt an im sonst. Dienstleistungsgewerbe seine wirtschaftliche Tätigkeit aufnehmen zu wollen. Wie viele der Teilnehmer wirklich selbstständige Unternehmer geworden sind, ist allerdings nicht bekannt. Als 1.000 Teilnehmerin wurde Frau Holzmann-Marmullaku durch die Landrätin Bettina Paetsch begrüßt. Sie beabsichtigt in Waren (Müritz) einen Waschsalon mit Internet-Cafe zu eröffnen.
Leicht rückläufig stellt sich nach Erhebungen des Statistischen Landesamtes die Zahl der Gewerbeanmeldungen in der Müritzregion für das Jahr 2006 dar. Waren es 2005 678 Anmeldungen, konnten für 2006 noch 642 gezählt werden. Dies entspricht einem Rückgang von rd. 5,4 %. Verringert hat sich aber auch die Zahl der Abmeldungen. Waren es 2005 noch 520, sind für 2006 493 registriert worden. Im Saldo der An- und Abmeldungen ergibt sich für 2005 eine Steigerung gewerblicher Unternehmen von 158. 2006 waren es 149. In der Addition ergibt dies einen Zuwachs von 307 Betrieben in den zurückliegenden zwei Jahren. Ein Vergleich der Gebietskörperschaften der Planungsregion Mecklenburgische Seenplatte ergibt für den gleichen Zeitraum einen positiven Saldo von 152 im Landkreis Demin sowie 244 in Mecklenburg-Strelitz und einen Negativsaldo von 123 bei der Stadt Neubrandenburg.
weitere Informationen
www.statistik-mv.de
Offensichtlich wenig hat es bewirkt, das Gesetz zur Eindämmung der Schwarzarbeit, denn für 2007 lässt sich nach einer Umfrage im Auftrag des Instituts der deutschen Wirtschaft eine schwarze Wertschöpfung von 135 bis 158 Milliarden Euro prognostizieren. Das entspricht sechs bis sieben Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes oder umgerechnet 2,4 bis 2,8 Mio. Vollzeitjobs. Eine empirische Untersuchung der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ im Vergleich von 25 Ländern über einen Zeitraum von 10 Jahren schließt mit dem Resultat, dass vor allem die Vielzahl der bürokratischen Vorgaben dazu verleitet am Fiskus vorbei zu arbeiten. 500.000 legale Arbeitsplätze könnten in Deutschland entstehen, würde der Vorschriften-Dschungel kräftig gelichtet. Selbst kleine Schritte sind hier hilfreich, bedenkt man, das Unternehmen rd. 160 Schwellenwerte zu beachten haben. Übrigens spricht man in Portugal von der „weißen Arbeit“, meint man die Schattenwirtschaft, die in Deutschland als Schwarzarbeit bekannt ist.
Bereits zum fünften Mal ist der Ludwig Bölkow Technologie Preis sowie ein Nachwuchspreis ausgeschrieben. Vergeben wird der Preis durch das Ministerium für Wirtschaft Arbeit und Tourismus sowie die Industrie- und Handelskammern des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit Unterstützung der Technologiezentren des Landes unter der Schirmherrschaft des Ministers für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, Jürgen Seidel. Ziel des Landestechnologiepreises ist es, Produkt- und Verfahrensinnovationen sowie innovationstechnologische Dienstleistungen zu würdigen. Der Ludwig Bölkow – Nachwuchspreis soll die Kreativität und den Innovationsgeist von Studenten und technikinteressierten Jugendlichen fördern. Die Bewerbungsfrist endet am 31.08.2007. Ansprechpartner für die Müritzregion ist die IHK zu Neubrandenburg, Herr Winfried Bunge, Katharinenstr. 48, 17033 Neubrandenburg, Tel.: 0395/55 97 – 206, Fax: 0395/ 55 97 – 512, e-mail: bunge@neubrandenburg.ihk.de Weitere Infos: www.wm.mv-regierung.de/pages/technologiepreis_2007.htm Vorschläge zur Preisverleihung werden erbeten an: Technologiezentrum Warnemünde Projekt ErfinderNetz M-V Herr Jaudzims Stichwort: Bewerbung Ludwig Bölkow Preise Friedrich – Barnewitz – Strasse 3 18119 Rostock – Warnemünde
Am 14.06.2007 geben Experten der IHK zu Neubrandenburg in der Zeit von 10.00 – 13.00 Uhr im Rahmen eines Telefonsprechtages kompetent Auskunft zum Thema „Sicher in die Unternehmenszukunft – Erkennen, Bewerten, Handeln“. Interessenten erhalten Auskünfte zur Unternehmensführung, Finanzierung, Wachstumssicherung, Krisenbewältigung und weiteren Themen. Dabei geht es z.B. um Fragen wie: - Was ist zu tun, um ein junges Unternehmen auf feste Füße zu stellen? - Wie lassen sich fundamentale Weichenstellungen für ein Unternehmen sicher bewältigen? - Was ist zu tun, wenn es brennt? - Wie kann man vorbeugen, damit es erst gar nicht zum unternehmerischen Krisenfall kommt? Rufnummern: 0395/5597-302/303/306
 
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