Projektnummer B2
Thema Integriertes Regionales Entwicklungskonzept (IREK) für die Gemeinden des Amtes Waren-Land
Träger Amt Waren-Land
Frau Matthei
Friedensstr. 11
17192 Waren (Müritz)
Tel: 03991/6280
Fax: 03991/628-122

E-Mail: amt-waren-Land@t-online.de
Web: www.waren-land.m-vp.de
Ausgangssituation
Für die Gemeinden des Amtes Waren-Land soll ein Integriertes Regionales Entwicklungskonzept (IREK) erarbeitet werden. Zu dem Amt gehören die 12 Gemeinden mit ihren Ortsteilen: Alt Schönau, Groß Dratow, Groß Gievitz, Groß Plasten, Hinrichshagen, Kargow, Klink, Lansen, Schloen, Torgelow am See, Varchentin sowie Vielist. Das Amt umfasst eine Fläche von rund 246 qkm und hat ca. 6.000 Einwohner. Der Sitz der Amtsverwaltung ist in der Kreisstadt Waren, die auch das raumstrukturelle und touristische Zentrum der Region bildet. Das Amt liegt am Rande des Müritz-Nationalparks und bildet sein westliches Eingangstor.

Die Region ist primär durch landwirtschaftliche Strukturen geprägt und durch einen zunehmenden Bevölkerungsrückgang gekennzeichnet. Damit einher gehen Probleme, für die in vielen ländlichen Räumen in Mecklenburg-Vorpommern in den nächsten Jahren Lösungen gefunden werden müssen, z.B. Sicherstellung der medizinischen Versorgung, der Versorgung mit Kindertagesstätten, ÖPNV, Schulen, Notdiensten, Einkaufsmöglichkeiten, etc. Das IREK soll aufbauend auf einer Situationsanalyse hierfür innovative Lösungen bzw. Lösungsansätze aufzeigen. Es soll Pilotcharakter haben und wo möglich, übertragbare Ansätze für andere Regionen liefern.

Projektstatus
Das Projekt wurde nicht gefördert, da ein REK für eine Teilregion nicht gefördert werden kann.
Fördermitteleinsatz

X

Beantragt

 

Bewilligt

 

Begonnen

X

Beendet

Projektinhalt
Folgende inhaltliche Struktur und Mindestinhalte soll das IREK aufweisen:

1.Einleitung
    1.1 Veranlassung und Aufgabenstellung (v. a. Anpassungsstrategie an sinkende Bevölkerungszahl)
    1.2 Vorgehensweise und Methodik
    1.3 Übertragbarkeit und Pilotcharakter

2. Situationsanalyse
    2.1 Aussagen übergeordneter Planungen und Konzepte für die Region (RROP, Leader+ Konzept, Landestourismuskonzept, etc.)
    2.2 Raumprofil (Bestandserhebung bzw. –beschreibung der wesentlichen Strukturdaten)
    2.3 Situationsanalyse der zentralen Handlungsfelder

    2.3.1 Landwirtschaft
    2.3.2 Handwerk und Gewerbe
    2.3.3 Dienstleistung
    2.3.4 Tourismus (inkl. Freizeitwegenetz)
    2.3.5 Nationalpark
    2.3.6 Verkehr (Infrastruktur ÖPNV)
    2.3.7 Öffentliche Einrichtungen/Dienstleistungen (Kita, Altenpflege, Feuerwehr, Gemeindehäuser, etc.)
    2.4 SWOT-Analyse (Stärken-Schwächen- und Chancen-Risiken-Analyse) für die einzelnen Handlungsfelder


3.Leitbild und Entwicklungsziele
    3.1 Entwicklungsleitbild und Entwicklungsziele
    3.2 Entwicklungsstrategie zur Zielerreichung
    3.3 Schlüssel- und Begleitprojekte


4. Maßnahmen- und Handlungskonzept
    4.1 Projekte und Maßnahmen
    4.2 Prioritäten der Projektentwicklung in den Handlungsfeldern
    4.3 Umsetzung und Finanzierung


Das Integrierte Regionale Entwicklungskonzept ist im Zeitraum September bis Dezember 2004 (IV. Quartal) zu erarbeiten.


Projektziel:
  • die Potenziale für die Gewinnung und Ansiedlung neuer Einwohner herauszuarbeiten,
  • innovative Anpassungsstrategien an die sinkenden Bevölkerungszahlen in der Region zu entwickeln,
  • innovative Lösungen und Lösungsansätze zur Sicherstellung öffentlicher Dienstleistungen zu erarbeiten,
  • Strategien und Maßnahmen für die Belebung des Tourismus in den Gemeinden des Amtes und die Vernetzung mit dem touristischen Zentrum Waren und den umgebenden Tourismusgebieten zu entwickeln,
  • Nutzung der Entwicklungspotenziale durch den Müritz-Nationalpark, insbesondere zur Entwicklung von Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Strategien und Maßnahmen zur Stärkung der in den Gemeinden des Amtes vorhandenen Wirtschaftszweige entsprechend ihren Entwicklungspotenzialen,
  • Vernetzungsmöglichkeiten der bestehenden Wirtschaftszweige zur Schaffung von wirtschaftlichen und organisatorischen Synergien,
  • Aufzeigen realistischer Möglichkeiten für neue Wirtschaftszweige


In die Konzepterarbeitung soll die lokale Bevölkerung bzw. die relevanten Akteure eingebunden werden. Gleichzeitig sollen vorhandene Projektideen und –ansätze aufgegriffen und in das Konzept integriert werden. Als Ergebnis entsteht ein Konzept, das die gemeinsamen Entwicklungsvorstellungen der Gemeinden des Amtes und der regionalen Akteure für die Region formuliert und in Text und Plänen widerspiegelt
Pilotcharakter erhält die Konzeption vor allem dadurch, dass innovative Anpassungsstrategien an die sinkende Bevölkerungszahl und die damit einher gehenden Probleme, z.B. der Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen, gefunden werden sollen. Dazu sollen unter anderem die Potenziale für die Gewinnung und Ansiedlung neuer Einwohner herausgearbeitet werden.
Denkbar ist in diesem Zusammenhang z. B. die Prüfung der Erfolgsaussichten einer Zweitwohnungsstrategie, um Stadtbewohner in ihrer Freizeit in die Region zu locken, die dann wenn sie aus dem Berufsleben ausscheiden, bei entsprechenden Bedingungen, ihren Hauptwohnsitz in die Region verlegen. Damit einher geht zum einen eine erhöhte Nachfrage nach bestimmten Leistungen vor allem in den Ferienzeiten und an Wochenenden und zum anderen später der Bedarf nach neuen spezifischen Dienstleistungen (z.B. in der Altenpflege). Erfolgreich können solche Strategien jedoch nur entwickelt werden, wenn sie nicht auf der Gemeinde- sondern mindestens auf der Regionsebene entstehen und verschiedene Handlungsfelder miteinander verbinden. Das Integrierte Regionale Entwicklungskonzept für das Amt Waren-Land kann in dieser Hinsicht Pilotcharakter haben, in dem es diese Möglichkeiten prüft und Erfolg versprechende Ansätze zu einer Strategie bündelt. Die dabei gefundenen Lösungsansätze lassen sich auf andere Regionen übertragen bzw. entsprechend der jeweiligen Bedingungen modifizieren.
Maßnahmen
s. Projektinhalt
Projektstand
Projektpartner
Mitarbeit aller Gemeinden des Amtes Waren-Land unter Einbeziehung von Verbänden, Vereinen, Unternehmen, Tourismusverbänden und Nationalpark.

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