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| Projektnummer |
40 |
| Thema |
Entwicklung eines touristischen Informations-, Entwicklungs- und Begegnungszentrum in Neu Schloen
Teilprojekt: „Bewohnte Landschaft“ |
| Träger |
Berthold Schulz
Anke Tiefmann
Gemeinde Schloen über
Amt Seenlandschaft Waren
Friedensstraße 11
17192 Waren (Müritz)
Tel: 03991/628115
E-Mail:
poststelle @amt-slw.de
Web: http://www.amt-slw.de
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| Ausgangssituation |
Die Gemeinde Schloen will in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Torgelow ein Konzept für den Wanderweg rundum den Torgelower See erarbeiten lassen.
Die Region ist primär durch landwirtschaftliche Strukturen geprägt. Ein Teil des Gemeindegebietes befindet sich im Landschaftsschutzgebiet Torgelower See in der Mecklenburgischen Endmoräne. Aufgrund der Vielschichtigkeit der Moränenlandschaft konnte sich eine große Artenvielfalt der Fauna und Flora entwickeln. Als Indikator für eine Landschaft und seine Biodiversität spielen Vögel eine gewichtige Rolle. Im Jahresverlauf lassen sich über 180 Arten (Brutvögel und Durchzügler) beobachten, auf Spaziergängen sind über 60 Arten keine Seltenheit. Diese selten gewordene Vielfältigkeit prädestiniert diesen Landschaftsraum für naturkundliche Exkursionen.
Darüber hinaus zeugt das Gebiet rund um den Torgelower See von einer kontinuierlichen Besiedlung seit etwa 8000 bis 10000 Jahren. Herr Müller (Einwohner der Gemeinde und Bodendenkmalpfleger) befasst sich seit 3 Jahren mit Untersuchungen um das Gebiet der Gemeinde Schloen. Auf den begangenen Ackerflächen (etwa 15% der Gesamtfläche) entdeckte Herr Müller allein 16 neue Fundplätze. Es handelt sich überwiegend um Flindartefakte aus dem Mesolithikum und dem Neolithikum (Abschläge, Kernsteine, Scheibenbeile, verschiedene Schaber, Kratzer und Klingen). Auch Keramikfragmente aus der Bronze- und Slawenzeit sind zu finden. Ebenso entdeckte Herr Müller hier einen Schälchenstein aus der Bronzezeit. Schon bekannt waren slawische Siedlungsplätze und auch Eisenverhüttung welche auch nachgewiesen wurden. Im Ortsteil Schloen befindet sich eine weithin sichtbare Kirche aus dem 12. Jahrhundert. An diesem Standort befand sich eine der 3 Gauburgen (neben Vipperow und Malchow) mit dem Sitz des slawischen Stammesfürsten. Weiterhin war Schloen ein bedeutender Mühlenstandort. Neben der zur Gaststätte umgebauten Wassermühle im Ortszentrum von Schloen, gab es bis ca. 1930 weiter peeneabwärts noch eine Ölmühle mit einem großen Einzugsbereich.
Des weiteren führte ein bedeutender Postweg über Schloen in Richtung Neustrelitz. Hier handelt es sich um ein landschaftlich historisches und ökologisch wertvolles Gebiet, dass viele Entwicklungspotenziale für den Tourismus bietet.
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| Projektstatus |
| Das Projekt wurde umgesetzt. |
| Fördermitteleinsatz |
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Beantragt |
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Bewilligt |
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Begonnen |
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Beendet |
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| Projektinhalt |
Die Gemeinde Schloen gehört zu den wenigen Gemeinden in der Mecklenburgische Seenplatte, die seit 1989 ein ständiges Einwohnerwachstum hat. Hier haben sich nicht nur Menschen aus der nahe liegenden Stadt einen günstigen Baustandort gesichert, sondern es sind innovative Menschen aus ganz Deutschland nach Schloen gezogen, die hier ihren Lebensmittelpunkt gewählt haben und sogar Unternehmen gegründet haben. Ein Beispiel hierfür ist die Gärtnerei Hofmann / Kalixs.
Die Bürger von Schloen arbeiten seit mehreren Jahren in einer Arbeitsgruppe zusammen, die sich mit Projekten befasst, die die Gemeinde insgesamt voranbringen soll. Zu nennen wären hier beispielhaft der Weidendom an der Peene, der Heilkräutergarten an der Kirche und die Stelen mit Gedichten von Hermann Hesse an der Verbindungsstraße Schloen – Groß Gievitz.
Ein weiteres Projekt, dass als Idee aus der Arbeitsgruppe hervorgegangen ist, ist das Vorhaben „Bewohnte Landschaft“ . Rund um den Torgelower See soll ein Wanderweg entstehen bzw. so gestaltet werden, dass Erlebnisorte unter dem Gesichtspunkt Mensch und Natur im Dialog geboten werden.
Teilweise existiert ein solcher Wanderweg schon, teilweise muss jedoch noch eine günstigere Wegeführung gefunden werden.
Anziehungspunkt in der Region bekannt wird und zusätzlich Tagesgäste und Ausflügler an den Torgelower See zieht.
Bei der Umrundung des Torgelower Sees kann man sehr gut beobachten, wie die Natur selbst ganz unterschiedliche Räume gestaltet hat. Es geht hier nicht darum, dass der Mensch gestaltend eingreift, sondern dass der Mensch durch Beobachtung und Wahrnehmung das bereits Gestaltete aufgreift und mit entsprechenden Aktivitäten belebt.
Ein Beispiel ist der Heilkräutergarten an der Schloener Kirche, der die Hausapotheke der „Bewohnten Landschaft“ darstellen soll.
Die Struktur des Gartens wurde durch die Wahrnehmung des Ortes gefunden, Steine der Umgebung begrenzen die Beete. Wenn die Pflanzung abgeschlossen sein wird, kann hier ein Überblick gewonnen werden über die Verwendung der Kräuter über die Epochen und moderne Heilpflanzlehre.
Kindergärten und Schulen der Umgebung sowie Heilpraktiker, Ärzte und Apotheker sollen angesprochen werden. Erst die Belebung durch den Menschen wird diesem Projekt Sinn geben.
Tagesgäste und Ausflügler sowie Einheimische sollen angeregt werden zu einer tieferen Naturbetrachtung. Dazu sollen nicht wie sonst üblich viele Installationen in der Natur getätigt werden, also das Gestalten im Außen, sondern die innere Vorstellungskraft und das innere Erleben des Einzelnen stehen im Vordergrund.
Immer mehr Menschen suchen diese Innerlichkeit, die sie hier in dieser Landschaft finden können.
Unsere Aufgabe ist es, durch feines Gespür die Orte in der „Bewohnten Landschaft“ aufzuzeigen, um dem Besucher Freiraum zu geben, damit er selbst die Natur wahrnehmen kann.
Die vorhandenen Örtlichkeiten sollen alle miteinbezogen werden.
Gaststätten stellen die Küche dar, Quartiere in der Umgebung die Schlafzimmer, das Torgelower Gymnasium wird zum Studierzimmer und die Bühne im Gievitzer Schlossgarten wird zum Wohnzimmer.
Es soll damit die regionale Wirtschaft und insbesondere vorhandene Gastgewerbe gestärkt werden.
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| Maßnahmen |
Aus diesem Grunde stellte die Gemeinde Schloen einen Antrag, ein Handlungskonzept für das Vorhaben: „Bewohnte Landschaft“ über die Gemeinschaftsinitiative LEADER+ gefördert zu bekommen.
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| Projektstand |
| Die Studie wird 2006 erstellt. Noch im selben Jahr wurde ein investiver Folgeantrag gestellt.
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| Projektpartner |
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