Projektnummer 54/61
Thema Barrierefreie Tourismusregion Rechlin - Boek Teilprojekt: Ausstattung dörfliche Informations- und Begegnungsstätte Boek
Siehe 27
Träger Gemeinde Rechlin
über Amt Röbel-Müritz
Marktplatz 1
17207 Röbel/Müritz
Tel: 039931 / 80 141
E-Mail: info@amt-roebel-mueritz.de
Web: www.suedmueritz.de
Ausgangssituation
In Auswertung der Studie "Barrierefreier Tourismus" und mit Unterstützung eines Konzeptes und Maßnahmeplans, der im Rahmen einer Diplomarbeit erarbeitet worden ist, will die Gemeinde ihre Entwicklung darauf richten, sich dem Gast aber auch dem Bewohner als barrierefreie Gemeinde zu prä-sentieren. Zielgruppen sind in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen, wie z.B. Menschen mit Behinderungen auch Familien mit Kleinstkindern und ältere Menschen.

Neben den Angeboten im Ort bzw. unmittelbaren Umfeld soll insbesondere das Müritz-Nationalpark Gebiet mit seiner breiten Angebotspalette unter dem Gesichtspunkt des Naturerlebens in das Projekt eingebunden werden.
Deshalb sind die Vorhaben im dörflichen Informationszentrum Boek selbst nur Teil eines Gesamtprojektes, das sukzessive durch weitere Teilprojekte ergänzt werden soll. Im Ergebnis soll ein unter dem Gesichtspunkt der Moblitätsbeschränkung bzw. Barrierefreiheit entwickeltes Gebiet am Süd-ostufer der Müritz gestaltet werden, das in besonderem Maße den Ansprü-chen von Menschen mit Handicap an Naturerlebnis und Erholung nach-kommt.

Insofern wird eine hohe Vernetzbarkeit von Angeboten der Gemeinde mit An-geboten des Nationalparkamtes angestrebt. So sollen im Gemeindegebiet Rechlin bestimmten Erlebnispunkte unter Beachtung der Ansprüche von Menschen mit Mobilitätsbeschränkung ausgebauten und entsprechend ge-kennzeichneten Wanderwegen gezielt durch das Gebiet geführt werden. Es handelt sich insbesondere um Aussichtseinrichtungen (z. B. am Ostufer der Müritz) von denen man bleibende Eindrücke über die Nationalpark typi-schen Landschaft gewinnen kann. Beobachtungseinrichtungen, wie an den Fischteichen nahe Zartwitz, bringen Besuchern die Besonderheiten der Na-tur näher und sensibilisieren sie für deren Erhalt. Gerade das hautnahe Er-leben der Tiere in ihrer unmittelbaren Umgebung schafft unvergessliche Er-lebnisse.

Deshalb werden alle bereits vorhandenen Einrichtungen der Nationalpark-gemeinde Rechlin an den Ansprüchen mobilitätsbeschränkter Menschen gemessen und entsprechend umgestaltet. Gleichzeitig werden gezielt neue Angebote geschaffen. Das betrifft insbesondere die Gestaltung von Rastmög-lichkeiten und Informationspunkten entlang der Wanderwege. Auch Stegan-lagen können durch entsprechende Umgestaltung für die Nutzung durch behinderte Personen hergerichtet werden. Dadurch sind sensible Bereiche, wie Feuchtgebiete und Moor auch durch diese Besuchergruppe erreichbar.
Im Ergebnis des breit angelegten Gesamtprojektes wird ein barrierefreies Wegenetz im Bereich der Gemeinde Rechlin entstehen, das Erlebnispfade und „normale“ Wanderwege beinhaltet. An dieses das Gebiet erschließende Netz gliedert sich eine vielfältige Infrastrukturausstattung (Bänke, Sitzgrup-pen, Rastplätze, Informationseinrichtungen, „Aktivitätspunkte“, Aussichts- und Beobachtungseinrichtungen etc.) an, die ebenfalls barrierefrei ausges-taltet werden.

Kern und Ausgangspunkt von Aktivitäten und „Informationszentrale“ im Ge-samtprojekt ist der unter den o. g. Gesichtspunkten entwickelte Ort Boek mit seinem dörflichen Informationszentrum.
Projektstatus
Seit dem 11.05.2006 im Landwirtschaftsministerium
Fördermitteleinsatz

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Beantragt

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Bewilligt

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Begonnen

 

Beendet

Projektinhalt
Als erstes Teilprojekt bei der Umsetzung des Vorhabens, ist die barrierefreie Ausstattung des dörflichen Informations- und Begegnungszentrums in Boek vorgesehen.

Die Informations- und Begegnungsstätte wurde in den Jahren 1994 bis 1998 ausgebaut und u.a. auch mit Unterstützung von LEADER II das Umfeld gestaltet. Gute Besucherzahlen führten zur Stärkung des vorhandenen Tourismusgewerbes und auch zu Neuansiedlungen in Boek. Schon damals wurde im Rahmen des Gesamtkonzeptes auf die Einordnung der Ansprüche hinsichtlich der Barrierefreiheit geachtet. So ist u. a. der Zugang zur Infostelle mit einer Rampe ausgerüstet und eine behindertengerechte Toilette eingebaut worden.

Seit drei Jahren ist jedoch in Rechlin ein unverhältnismäßig hoher Rückgang der Besucherzahlen im Informationszentrum und damit auch in der Gemeinde zu verzeichnen.

Das ist u.a. darauf zurückzuführen, dass die Ausstattung nicht mehr den heutigen Ansprüchen des Gastes entspricht.

Um zeitnahe Angebote und neue Zielgruppen zu erschließen, will die Gemeinde als Betreiber des Informationszentrums die Ausstattung des Informationszentrums den heutigen Erfordernissen anpassen und dabei insbesondere in allen Bereichen konsequent die Prinzipien hinsichtlich der Barrierefreiheit gewährleisten.
Maßnahmen
Projektstand
Der investive Teil der Förderung ist abgeschlossen, der nicht investive muss noch abgerechnet werden.
Projektpartner

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