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| Projektnummer |
57 |
| Thema |
Förderung der Wisentzucht- Der Wisent, eine immer noch vom Aussterben bedrohte Tierart
Teilprojekt: Erarbeitung eines Storyboards und Vorbereitung der Produktion eines Films auf CD/DVD
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| Träger |
Dr. Lothar Härtelt
Förderverein Wisentzucht e.V.
Eschenweg 7
17166 Carlshof
Tel: 03996 – 173 421
E-Mail: wisentinsel@wisentinsel.de
Web: www.wisentinsel.de |
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| Ausgangssituation |
Der Wisent besiedelte früher ganz Europa und weite Teile Asiens. In Deutschland verschwand er durch rücksichtslose Bejagung bereits im 16. Jahrhundert.
In den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts starb der Wisent weltweit in freier Natur aus. Die letzten frei lebenden Wisente wurden 1919 in Polen und 1927 im Kaukasus geschossen. Damit drohte dem Wisent das gleiche Schicksal wie dem Auerochsen, dessen Genmaterial unwiederbringlich verloren ist.
Den Zusammenbruch der Wisentpopulation überlebten weltweit nur 54 Tiere, die ausschließlich in Gefangenschaft gehalten wurden.
Um den Wisent vor dem vollständigen Aussterben zu bewahren, wurde 1923 unter Leitung von Dr. Kurt Priemel die „Internationale Gesellschaft zu Erhaltung des Wisents“ in Berlin gegründet.
Von den 54 vorhandenen Tieren waren nur zwölf zuchttauglich.
Auf diesen Vorfahren gründen sich dank intensiver Zuchtbemühungen die heute wieder ca. 3000 vorhandenen Tiere weltweit. Diese enge genetische Variabilität bedingt, dass Wisente immer noch auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten stehen.
Zur Verbesserung der genetischen Situation ist es unbedingt notwendig, nicht nur ihre Zahl weiter zu erhöhen, sondern auch ihre Verbreitung auf der nördlichen Halbkugel zu fördern.
Wisente hatten eine bestimmte Funktion im Ökosystem, die zurzeit unbesetzt ist.
Als Herbivoren eignen sie sich insbesondere zum Freihalten von Trockenrasen- und Feuchtflächen, auf denen sie das Verbuschen verhindern und so auch der Renaturierung stillgelegter, landwirtschaftlich nicht mehr genutzter großer Flächen dienen.
Zusätzlich leisten Wisente durch ihre große Attraktivität für Touristen einen Beitrag zur Regionalentwicklung.
So kann das Wisentreservat Damerower Werder mehr als 50.000 Besucher jährlich registrieren.
Wie uns Dr. Riedel, Amtstierarzt im Landkreis Neuburg an der Donau, bestätigte, ist auch die Akzeptanz der Bevölkerung für die Wisente im Donaumoos sehr hoch, mit deren Hilfe die Renaturierung ehemals landwirtschaftlich genutzter Moorflächen realisiert wird.
Durch sorgfältige Zuchtauswahl und den internationalen Austausch von Zuchttieren wird die Gefahr der Inzucht und der damit höheren Empfindlichkeit gegenüber Krankheiten verringert.
Hierzu ist eine enge Zusammenarbeit aller Züchter auf internationaler Ebene Voraussetzung.
Der Austausch von Wisenten kann nur über Lebendtransporte, nach sorgfältiger Vorbereitung und Einhaltung bestimmter Voraussetzungen auch über große Entfernungen erfolgen. Der Genaustausch über Embryotransfer ist infolge der in der Praxis aufwändigen Kontrollen der Sexualzyklen der weiblichen Wisente nicht möglich.
Die Aufgaben und Ziele des Fördervereins Wisentzucht e.V. in diesem Projekt bestehen in der Herstellung und Pflege internationaler Kontakte zur Wisentzucht, sowie in der Mitarbeit und Unterstützung bei Wiederansiedlungsprojekten und der Auswilderung von Wisenten europaweit einschließlich auch in der Begleitung und tierärztlicher Betreuung der Transporte.
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| Projektstatus |
| Das Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen. |
| Fördermitteleinsatz |
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Beantragt |
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Bewilligt |
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Begonnen |
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X |
Beendet |
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| Projektinhalt |
Ein Hauptaugenmerk wollen wir dabei auf die Pflege, Förderung und Verbreitung des Tier- und Naturschutzgedankens in allen Kreisen der Bevölkerung legen. Dazu dienen Vorträge, sowie Informations- und Lehrveranstaltungen an Schulen, in Gemeinden, Vereinen und Naturparkeinrichtungen. Zur Förderung des Umweltbewusstseins planen wir im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit die Herstellung eines Lehr- und Informationsfilmes über die Geschichte und Bedeutung des Wisentreservates Damerower Werder und des Wisents im ökologischen System.
Dieser Film soll im DVD-Format vervielfältigt und vermarktet werden. Der zu erwartende Erlös soll für die Weiterarbeit an unserem Projekt laut Statut eingesetzt werden.
Ein weiteres Ziel ist es hierbei, das Wisentreservat Damerower Werder für Besucher der Region Mecklenburgische Seenplatte-Müritz als touristisches Highlight darzustellen, die Bemühungen des Wisentreservates in der Wisentzucht auf internationaler Ebene aufzuzeigen und damit die Region Mecklenburgische Seenplatte-Müritz überregional bekannter und für Touristen, sowie auch Investoren interessanter zu machen.
Über einen Zeitraum von 30 Jahren gesammelter Film-und Fotodokumente sollen zusammengestellt werden und die erste DVD zu diesem Thema, der Einmaligkeit des größten Wisentreservates Deutschlands und seiner Bedeutung für die Region hergestellt werden.
Die Aufwertung der Attraktivität des Damerower Werders führt zur Erhöhung der Besucherzahlen und damit zur Steigerung der Wirtschaftskraft der Region auf touristischem Gebiet.
Für unsere Arbeit sind die Erfahrungen in der Wisentzucht, die im Reservat Damerower Werder über fünf Jahrzehnte gesammelt werden konnten eine wichtige Grundlage. Insbesondere die Wechselbeziehungen zwischen Waldbeständen und Wisenten, aber auch zwischen Wisenten und den bei uns vorkommenden Wildarten, die freien Zugang zu den Damerower Wisenten haben, sind wichtige Erkenntnisse für unsere Mitarbeit bei Wiederansiedlungsprojekten. Mit Hilfe der DVD sollen diese Zusammenhänge dargestellt werden.
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| Maßnahmen |
Über LEADER soll die Grundlagen für die DVD erarbeitet werden. Im Einzelnen handelt es sich um folgendes:
Die Erarbeitung des Storyboards für den Lehr- und Informationsfilm soll durch eine Mitarbeiterin erfolgen, die für 6 Monate vom Verein eingestellt wird. Diese Mitarbeiterin soll Frau Viola Härtelt sein, die fachlich in der Lage ist, dass Projekt erfolgreich umzusetzen.
Frau Härtelt ist Informatikerin und so von den technischen Voraussetzungen für die Umsetzung prädestiniert. Außerdem ist sie seit vielen Jahren als Mitarbeiterin von Dr. Härtelt, dem betreuenden Tierarzt des Wisentreservates Damerower Werder mit den fachlichen Problemen bestens vertraut und verfügt über große Erfahrungen auf dem Gebiet der Wisentzucht, hält über Jahre hinweg internationale Verbindungen zur Wisentzucht aufrecht und hat auch schon mehrere Wisenttransporte mit durchgeführt. Darüber hinaus stellt Herr Dr. Härtelt aus seinem Privatbesitz für die Erstellung der DVD umfangreiches Video Materiale kostenfrei zur Verfügung.
Nach der Fertigstellung des Storyboards wird die DVD in einer Auflage von ca. 3 000 Stück gebrannt. Ein investiver Folgeantrag zur Realisierung der DVD wird voraussichtlich noch 2006 in Höhe von 6 000 € gestellt werden, wobei eine 50 %ige Förderung beantragt wird.
Der Film soll als Aufklärungsfilm in Schulen, vor Jugendgruppen sowie in sozialen Einrichtungen gezeigt werden.
Darüber hinaus sollte er mit einer Schutzgebühr in den Touristinformationen und insbesondere im Informationsgebäude des Wisentreservates angeboten werden.
Die Einnahmen sollen für die Arbeit des Vereins eingesetzt werden.
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| Projektstand |
| Das Storyboard wurde mit Hilfe eine LEADER+ Förderung erstellt. Der Brand der DVD erfolgte mit einer Förderung durch die Umweltstiftung. |
| Projektpartner |
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